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Coop Zeitung, 5. Januar 1999Ein spannendes Buch für
grosse Knaben
Der Basler Claude Cueni hat mit «Cäsars Druide» einen historischen Roman
geschrieben, in dems chlöpft und tätscht.
Wir schreiben das Jahr 58 v.u.Z.: Der Kelte Korisios flieht mit einer versklavten
Germanin ins Land der Helvetier. Dort ist ein machthungriger Mann römischer Prokonsul:
Cäsar.
Korisios, der als Waise aufwuchs und sich zum Druiden berufen fühlt, ist fasziniert von
der zwiespältigen Persönlichkeit des Prokonsuls. Er tritt als Schreiber in die Dienste
des an der Mehrung des eigenen Säckels und der eigenen Macht interessierten Besatzers.
Das faszinierende, aber ruhige Leben von Korisios und seiner geliebten Sklavin Wanda nimmt
eine Wende, als Wanda verkauft wird: Korisios wechselt das Lager und schliesst sich dem
keltischen Heereszug gegen die römischen Besatzer an.
Nach der Unterwerfung der Kelten durch Cäsar macht sich Korisios auf die Suche nach Wanda
- und findet sie im Besitz eines alten Todfeindes. Erst als er sich auf sein Druidentum
besinnt, kann er seinen Feind besiegen, den Privatkrieg für sich entscheiden und Wanda
befreien.
Der 42-jährige Claude Cueni hat sich vor allem als Drehbuchschreiber einen Namen gemacht.
Die nach seinen Drehbüchern gedrehten Filme erzielten immer wieder internationale Erfolge
und wurden verschiedene Male ausgezeichnet.
«Cäsars Druide» ist Cuenis erster historischer Stoff. Das Buch überzeugt in erster
Linie durch seine kunstvoll verwobenen Geschichten und durch die Vielzahl von Details, die
Cueni zur römisch-keltischen Geschichte liefert. «Cäsars Druide» ist das, was man bis
vor einigen Jahren in den Schulbibliotheken als «Bubenbuch» bezeichnet hat - einfach
für etwas grössere Knaben aber genau so spannend.
Clemens Studer
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*Claude Cueni, «Cäsars Druide», 508 Seiten, Heyne Verlag, 41 Franken, ISBN
3-453-14513-5.
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