Interview
mit Claude Cueni

"Interaktive
Medien sind nie so vielfältig wie ein Roman"
Sie haben 1981 mit "Ad Acta" und 1983 mit
"Weisser Lärm" zwei Kriminalromane veröffentlicht.
Wollten Sie schon als Gymnasiast Schriftsteller werden?
Ich wollte immer schon
Schriftsteller werden. Ich habe schon als kleiner Bub
Schriftsteller werden wollen und den anderen im
Kindergarten Geschichten erzählt. Das war meine einzige
Leidenschaft. Nebst dem Fussball spielen.
Haben Sie deshalb das Gymnasium kurz vor der Matura
geschmissen?
Ich war naiv und pubertär und
dachte, es sei für meine Karriere als Schriftsteller
wichtiger, dass ich jetzt nach Paris gehe, unter Brücken
schlafe und Erfahrungen sammle, als weiter in Basel in
die Schule zu gehen. Henry Miller war damals so was wie
ein Vorbild. Weniger der erotischen Geschichten wegen,
als wegen der Art und Weise, wie er zu leben wagte.
Einfach seinen Bündel packen und reisen. Und schreiben.
Und irgenwann ist man Schriftsteller.
Und, hat es sich bewahrheitet?
Ich habe zehn Jahre lang ohne
jeglichen Erfolg geschrieben. Mein erstes Buch, "Ad
Acta", ist von über 100 Verlagen abgelehnt worden.
Und die Zahl 100 ist jetzt nicht einfach bildlich
gemeint, es waren tatsächlich über 100 Verlage, die es
abgelehnt haben. Schliesslich ist es bei Sauerländer in
Aarau erschienen.
War das Buch erfolgreich?
Ich glaube, 540 Exemplare sind
verkauft worden. Ich habe dann relativ bald damit
begonnen, Drehbücher zu schreiben. Es war mir egal, für
welches Medium ich Geschichten schrieb. Ich war nie der
elitäre Schriftsteller, ich wollte in erster Linie
Geschichten erfinden.
War es denn einfacher, ein Drehbuch bei einem
TV-Sender zu platzieren als einen Roman bei einem
Buchverlag?
Ich hatte zehn Jahre lang für den
Papierkorb geschrieben, ich hatte in den zehn Jahren
aber auch viel gelernt. Ich denke, dass ich diese zehn
Jahre als eine Art Lehrlingsausbildung gebraucht habe.
Das Medium Fernsehen ist nicht einfacher, aber ich
konnte mein Handwerk verbessern. Geschichten
strukturieren, Spannung aufbauen, verknappte Dialoge
schreiben etc. Ich hatte damals den Ruf, dass ich sehr
zuverlässig, schnell und nicht schlecht bin. Da kam
eine Anfrage des Schweizer Fernsehens, ob ich innert
kurzer Zeit eine Komödie schreiben könne. Diese Komödie,
das war "Der Millionenfund" mit Walö Lüond.
Der Fernsehfilm hatte auf Anhieb über eine Million
Zuschauer. Das war ein guter Einstieg ins TV-Geschäft,
danach habe ich einfach versucht, im Sattel zu bleiben
und habe ein Drehbuch nach dem anderen geschrieben. Dann
kam mein Sohn Clovis auf die Welt und ich entwickelte
einen grossen, gesunden Ehrgeiz. Ich wollte besser
werden und mehr Geld verdienen.
Mit SF DRS?
Am Anfang mit weiteren Filmen für
das Schweizer Fernsehen wie zum Beispiel die ersten
sieben Folgen der „Eurocops“, nach ein paar Jahren
ging ich dann nach Deutschland und machte grössere
Produktionen wie "Tatort", "Peter Strohm"
und entwickelte für RTL von Grund auf die beiden
international sehr erfolgreichen Serien "Alarm für
Cobra 11 -- die Autobahnpolizei" und "Der
Clown". Beide Serien schrieben neue Rekorde in der
Geschichte des deutschen Privatfernsehens. Das war dann
auch der Moment, als ich eine Pause einlegte beim
Drehbuchschreiben.
Warum?
Irgendwie war alles zu einfach
geworden. Und langweilig. Und ich wollte mir endlich den
Luxus gönnen, einen Stoff zu bearbeiten, der mir am
Herzen lag und wirklich schwierig war: "Cäsars
Druide". An dem Stoff habe ich zehn Jahre lang
recherchiert und den Roman dann in zwei Jahren
niedergeschrieben. Kein Stoff hat mich emotional jemals
derart bewegt wie die Geschichte des jungen
Druidenlehrlings in Caesars Diensten. Und obwohl das
Buch längst auf dem Markt ist, vergeht praktisch kein
Tag, an dem ich nicht an die Figuren aus „Caesars
Druide“ denke und die Story weiter erzähle.
Wie kamen Sie denn von Cäsar zu den Spielen? Das
ist ja ein rechter Schritt.
Das war ein kleiner Schritt. Ich
wollte eigentlich einen historischen Roman über
Hannibal schreiben. Seit ich klein bin fasziniert mich
die römische Antike. Ich hatte im Sinn, eine Romanreihe
zu schreiben, die mit Hannibal eröffnet wurde. Doch
dann erschien "Hannibal" von Gisbert Haefs.
Der Roman war so fantastisch gut, dass ich es überflüssig
fand, selber noch einen Hannibal-Roman zu schreiben.
Doch ich hatte viel Stoff gesammelt, spielte mit meinem
Sohn Computerspiele und dachte mir, dass es eigentlich
keine professionellen Drehbuchautoren gab, die
gleichzeitig etwas von Geschichte und Software
verstanden. Damals besprach ich auch für die Schweizer
Illustrie und Radio DRS III die neuen Computerspiele.
Das waren die Anfänge. Und so kam ich auf die Idee, aus
dem Hannibal-Stoff ein Computerspiel zu entwickeln:
Hannibal.
Das hat funktioniert?
Ich rief die Firma „Starbyte“
an und fragte ob die Interesse haben. Sie hatten. Der
Programmierer von Hannibal war Andreas Seebeck, der
Grafiker war Ingo Mesche, der spätere Erfinder des
Moorhuhns Charakters.
Das ursprüngliche Black-Pencil Team.
Genau. Aus diesem Trio wurde später
das Kernteam von Blackpencil. Andreas Seebeck und Ingo
Mesche arbeiteten damals bei der deutschen Firma
Starbyte. Doch während "Hannibal" in den USA
lanciert wurde, ging Starbyte Konkurs. Alle
Mitarbeiter wurden entlassen. Ich schrieb damals an
neuen Peter-Strohm-Folgen für Klaus Löwitsch. Ingo
Mesche und Andreas Seebeck meinten, wir könnten doch
ein Team bilden und etwas für das Fernsehen machen. Den
Ausschlag gab die Behauptung von Andreas Seebeck, man könne
mit den Tasten eines Telefons eine Kugel steuern, die
auf einem TV-PC rollt. Natürlich sieht eine Kugel nicht
so hübsch aus wie eine Figur von Ingo Mesche, und eine
Kugel ist noch keine Game-Story. Aber als Trio verfügten
wir über eine originelle Mischung an interdisziplinärem
Wissen, die damals in der Software Unterhaltungsbranche
noch nicht vorhanden war. Aus der Idee mit der Kugel
entwickelte sich dann das "MiniGame", das zehn
Jahre lang für die höchsten Einschaltquoten im
Tagesfernsehen von SF DRS sorgte und bei der
Landeslotterie das Mini-Los zu einem Verkaufserfolg
machte.
1991 haben Sie die Medienagentur Black Pencil gegründet.
Das Web war damals kaum geboren, das Internet noch in
den Kinderschuhen. Was hatte eine Medienagentur damals
zu tun?
Wir machten mit Telefon und
Fernsehen interaktive Spiele, wie man sie heute aus dem
Internet kennt. Wir waren damals schon eine virtuelle
Firma, Andreas Seebeck lebte in einem Maisfeld an der
holländischen Grenze, Ingo Mesche lebte in Dortmund und
später auf der Insel Malta. Das lustige ist: Ich habe
Ingo Mesche in elf Jahren genau dreimal live gesehen.
Wir hatten aber relativ früh Bildschirmtelefone,
Internet hatten wir natürlich auch, das
Steinzeit-Internet, und Compuserve. So hatten alle drei
immer das Gefühl im gleichen Büro zu sitzen und
schmolzen zu einem echt starken Team zusammen. Die nächsten
10 Jahre waren sehr arbeitsintensiv, denn ich schrieb
immer noch Drehbücher. Zehn Jahre lang machte ich
beides parallel.
Was kam nach dem TAF Minigame?
Danach kamen die "Brainies"
und verschiedene andere Computerspiele. Etwa 20 Spiele
insgesamt. Ich schrieb meistens die Drehbücher für die
Computerspiele, Andreas Seebeck machte Telefonie und
Programmierung und Ingo Mesche besorgte die Grafik und
die Animation. Ingo und ich spielten auch privat,
Andreas sagt aus Überzeugung: Ich hasse Spiele. Er ist
eben unser Professor Einstein.
Und dann haben Sie Blackpencil an Phenomedia
verkauft?
Im Mai 2000 erreichte ich eine
Grenze. Die Doppelbelastung, gleichzeitig eine
Medienagentur zu führen und Drehbücher zu schreiben,
wurde zu gross. Zudem wurde "Cäsars Druide"
ein Erfolg und ich wollte weitere historische Romane
schreiben. Deshalb verkaufte ich Blackpecil an
Phenomedia in Deutschland.
Gab es damals das Moorhuhn schon?
Das Moorhuhn gibt es schon seit
1993, Ingo Mesche hat die Figur als feindliche Figur für
ein Entenspiel entworfen, das wir nie realisiert haben.
Als Art Department (der Voräufer von Phenomedia) ein
Werbespiel für Jonny Walker machen wollte, suchten sie
ein Moorhuhn und Ingo Mesche hatte eins in der
Schublade. Also lizensierte er die Figur an Phenomedia.
Jetzt haben Sie im Rahmen eines Managment Buy Outs
ihre alte wieder zurückgekauft.
Nein, ich habe nicht die Firma zurückgekauft,
die ich damals verkauft habe. Verkauft habe ich im Mai
2000 die Blackpencil mit allen Lizenzen von 1991 bis Mai
2000. Jetzt habe ich die damals in Phenomedia Schweiz
umfirmierte Blackpencil gekauft mit allen Lizenzen von
Mai 2000 bis Heute. Und dazu gehören „Quiz Today“,
die neue Quiz Show von SF DRS ab 2. September und alle
Gesundheits- und Präventionsspiele wie „Catch the
Sperm“.
Von den Eurocops zum Minigame, von der Antike zum
interaktiven Fernsehen ist die Spannweite extrem gross.
Was verbindet Cäsars Druiden mit Peter Strohm und dem
Moorhuhn?
Sie können noch die Bibel
dazunehmen: Es ist die gleiche Grunddramaturgie: Man
erschafft einen Sympathieträger, egal ob es Julius Cäsar
ist oder eine Pacman Figur. Dieser Sympathieträger hat
Stärken und Schwächen und muss einen Weg zurücklegen
von A nach B. Auf dem Weg gibt es Hindernisse, die er überwinden
muss. Der Weg von A nach B ist die eigentliche Story und
der Kern der Schlüssel zum Erfolg ist stets, dass
man sich Sorgen macht um die Hauptfigur. Weil man sie
liebt. Ganz egal, ob Sie ein banales Jump and Run Spiel
nehmen, einen historischen Roman oder von mir aus die
Bibel, es ist letztlich immer die gleiche dramaturgische
Grund Struktur. Natürlich ist es ein emotionaler
Unterschied, ob ich mich zehn Jahre lang mit Cäsar
beschäftige oder einen Monat lang mit einem Action-Game.
Es ist nicht die gleiche Disziplin, nicht die gleiche
Liga, aber das gleiche Handwerk.
Ein Schweizer guckt etwa 150 Minuten Fernsehen am
Tag, lesen tut er sicher weniger. Muss man heute
Fernsehen machen um "gelesen" zu werden, um
Geschichten erzählen zu können?
Nein, sicher nicht. Die Menschen
lesen ja immer noch und das Schreiben für die
verschiedenen Gattungen ist in etwa gleich schwierig
oder gleich einfach. Der Verkauf eines Romans ist
vielleicht etwas schwieriger, weil bekanntlich von
10'000 Manuskripten bloss eines gedruckt wird, aber das
liegt daran, dass viele, die gerne Schreiben, das
Handwerk vergessen, keine Struktur zu Stande bringen,
die Spannung und Entspannung schafft.
Ändert es für Sie etwas als Geschichtenerzähler,
für welches Medium Sie arbeiten?
Nein, eigentlich nicht, Das A und O
ist, dass sich der Leser oder Zuschauer Sorgen um die
Hauptfigur macht. Ich merke das bei "Cäsars
Druide", der jetzt im deutschsprachigen Raum, in
Italien, Spanien und in Südamerika auf dem Markt ist.
Da kriege ich jetzt vor allem aus Italien jede Menge
E-Mails von Menschen, die sich um die Sklavin Wanda
sorgen und die wissen wollen, wann die Fortsetzung
kommt. Erstaunlich viele schreiben, sie hätten das
Buch, immerhin über 500 Seiten, in einem Zug
durchgelesen. Man merkt den Charakteren eben an, dass
sie echt sind und keine pseudointellektuellen
Konstrukte.
Und? Wann kommt die Fortsetzung?
Ich arbeite im Moment an einem
historischen Roman, der aber nicht in der römischen
Antike spielt. Ich hoffe, dass ich Ende Jahr fertig bin.
Dann schreibe ich im Jahr 2003 die Fortsetzung von Cäsars
Druide.
Lässt sich das Publikum einfacher packen, wenn es,
wie im Internet oder bei einem Computerspiel, selbst mit
den Figuren spielen kann?
Bei einem Geschicklichkeitsspiel
ist es ironischerweise so, dass der Spieler die
Geschichte der Reise von A nach B erzählt. Er ist der
Buddy oder der Schutzengel der Hauptfigur. Das ist dass
Witzige am Computerspiel: Man hat den Start und das Ziel
gesetzt und die Hindernisse aufgestellt, danach ist es
der Spieler, der die eigentliche Geschichte schreibt.
Die Interaktion ändert also grundsätzlich nichts?
Ich glaube nicht, dass die
Interaktionsmöglichkeit dramaturgisch gesehen etwas
grundsätzlich anderes darstellt. Interaktive Medien können
aber nie die Vielfalt erzeugen, die ein fertig
geschriebener Roman erzeugen kann. Aber die Interaktion
spielt sich innerhalb eines vor langer Zeit eng
gesteckten Rahmens ab. Auch vielfältige Interaktionsmöglichkeiten
haben mit der Zeit etwas Repetitives. Genau diese
Repetitive nutzen wir bei den Präventions- und
Gesundheitsspielen, weil man ja aus der Neurologie weiss,
dass es Frequenz, Intensität und Dauer einer Handlung
ist, die neue Verhaltensmuster speichern lassen.
Verstehen Sie mich recht: Fussball
ist auch variationsarm, die Bandbreite der möglichen
Handlungen ist klein, kein Mittelfeldspieler fällt plötzlich
auf die Knie und opfert den Göttern, es gibt weder Sex
noch Naturkatastrophen auf dem Spielfeld. Und trotzdem
ist Fussball Dynamik und Dramatik pur. Die
Variationsbreite sagt also nichts über die Intensität
des Erlebnisses aus.
Sie haben aber die Hoffnung nicht verloren, dass die
Menschen weiterhin lesen werden?
Ich bin überzeugt, dass es immer
Leute geben wird, die Lesen werden. Ich gehe aber davon
aus, dass das Angebot in der Belletristik schmäler wird
und dass die Vermarktbarkeit von Autoren immer wichtiger
werden wird. Das heisst, dass der Verlag künftig nicht
nur ein Buch oder einen Roman kauft, sondern auch einen
Charakter, eine Autorin, einen Autor, mit der man hofft,
das Buch auch verkaufen zu können. In den USA erlebt
man mittlerweile bereits den Autor als Unternehmer. Der
Autor, der sich beim Stoffentscheid von
Marktforschungsinstituten und Werbeagenturen beraten lässt.
Das ist eine neue Entwicklung, die sicher auch nach
Europa kommen wird. Der klassische Schweizer
Schriftsteller bei uns ist aber extrem konservativ
(obwohl er sich stets für progressiv hält), er
verteufelt rituell den Fortschritt, hat eher Angst vor
der Zukunft und neigt zu elitärer Abschottung und
Schmarotzertum.
Sie meinen damit die Kulturszene?
Ja, Erfolg haben und Geld verdienen
ist in unserer Kultur eher verpönt. Ich habe eine sehr
sportliche Einstellung dazu. Ich bin eher der
Selfmademan, den Sie irgendwo im Urwald absetzen und
zwei Wochen später handelt er mit Kokusnüssen. Ich bin
nicht der weltfremde Intellektuelle, der sich in einer
elitären Wolke verschanzt und gleichzeitig erwartet,
dass der Staat ihn lebenslänglich durchfüttert. Ein
Leben als geschützte Vogelart macht doch keinen Spass.
Und bietet dem Leser wenig Erfahrungssubstanz. Ich bin
stolz darauf, dass ich mich als Schriftsteller selber
finanziere. Das ist auch ein Grund, warum ich die zwei
verschiedenen Schienen pflege. Ich liebe beides. Und was
noch wichtiger ist: Ich profitiere als Schriftsteller
von meinen Erfahrungen in der freien Wirtschaft und
umgekehrt.
Wie geht es weiter mit Blackpencil?
Jetzt ist gerade "Smoke Attack"
mit neuen Levels erschienen. Ab dem 2. September läuft
auf SF DRS die neue Quizshow "Quiz Today", die
ich gemeinsam mit Kurt Felix entwickelt habe und die von
Stefan Klapproth präsentiert werden wird. Und am 3. März
2003 (also am 03.03.03) erscheint "Catch the Sperm
3".
Und dann?
Uns interessiert wie immer die
Unterhaltung von morgen. Wie können neue Technologien
massentauglich für neue TV Formate umgesetzt werden?
Interaktives Fernsehen im weitesten Sinn?
Genau. Bei Quiz Today zum Beispiel
nehmen die Fernsehzuschauer per SMS an nationalen
Volksbefragungen teil, deren Voraussage Bestandteil des
Quiz sind. Solche Dinge finden wir spannend und
gesellschaftlich und politisch von nicht zu unterschätzendender
Relevanz. Wenn Sie so wollen, werden wir ab dem 2.
September alle 14 Tage auf SF DRS 3 Volksbefragungen
haben.
((Kasten))
Claude Cueni
Claude Cueni (46) hat ein Jahr vor
der Handelsmatura seine Schulausbildung am Gymnasium
abgebrochen, reiste per Anhalter durch Europa und begann
1974 zu schreiben. Anschliessend nahm er zwischen 1974
und 1982 immer wieder Gelegenheitsarbeiten an, die stets
auch zur Stoffbeschaffung für schriftstellerische
Arbeiten dienten. Seit 1982 ist er freier
Schriftsteller. Cueni schrieb eine Reihe von Romanen,
darunter "Cäsars Druide" (Heyne Verlag) und
arbeitete an verschiedene TV-Serien mit, darunter "Eurocops",
"Tatort" und "Peter Strohm". Seine
TV Krimis wurden in 28 Sprachen übersetzt und in 36 Ländern
ausgestrahlt. 1991 gründete er die Medienagentur
"Black Pencil AG". 2000 verkaufte er die
Agentur an die am Neuen Markt in Deutschland kotierte
Phenomedia AG. Im Juli 2002 hat er die Rechte der aus
Blackpencil entstandenen Phenomedia AG Switzerland zurückgekauft
und in die Black Pencil Entertainment AG überführt.
Black Pencil Entertainment AG
1991 hat Claude Cueni die Black
Pencil AG gegründet. Die Firma hat zum Beispiel das
"TAF Minigame" entwickelt, das erste
interaktive Computer Telefonie Spiel Europas, das sieben
Jahre lang im Tagesfernsehen von SF DRS lief. Berühmt würde
Black Pencil mit "Catch the Sperm", einem
Aids-Präventionsspiel, das in über 190 Ländern
gespielt wird. Im Mai 2000 verkaufte Cueni Black Pencil
an die deutsche Phenomedia und begleitete seine alte
Firma unter dem Namen „Phenomedia AG Switzerland“
als Verwaltungsrat. Im Juli 2002 hat Cueni die Lizenzen
der letzten 2 Jahre zurückgekauft und in die
"Black Pencil Entertainment AG" überführt.
Alle Freelancer sind ihm dabei gefolgt, darunter
Moorhuhn-Erfinder Ingo Mesche. Cueni will insbesondere
Präventionsspiele wie "Catch the Sperm" oder
"Smoke Attack" für das Schweizerische
Bundesamt für Gesundheit fortführen. Im Bereich der
Fernsehsoftware will sich das Team um Claude Cueni auf
die Entwicklung neuer interaktiver Unterhaltungsformate
und Technologien konzentrieren. Mit "Quiz Today",
einer zusammen mit dem Entertainer Kurt Felix ausgetüftelten
grossen SMS Quiz Show, startet das aktuellste Black
Pencil-Produkt am 2. September 2002 im Schweizer
Fernsehen.
September 2002
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