Geschichte.
Die römische Stadt Pompeji hat bis zu ihrem Untergang eher wenig Schlagzeilen gemacht. 80
vor Chr. wurde das Gebiet vom Diktator Sulla für Rom eingenommen. Pompeji entwickelte
sich zu einer blühenden Stadt, die jedoch für das römische Reich ohne Bedeutung blieb.
Pompeji produzierte vor allem für den Eigenbedarf. Nur der berühmte Rotwein
"Vesuvium" wurde exportiert. Es gab für die ca. 20.000 Einwohner (davon ca.
5.000 Sklaven) zwei Theater (Schauspiel), ein Amphitheater (Gladiatorenkämpfe), mehrere
Tempel, Regierungsgebäude, Forum, Bibliothek, Thermen (Bäder) städtischer Markt und
Sportanlagen. Da der einfache Römer keine Küche hatte, finden wir in Pompeji nebst 20
vornehmen Gaststätten sage und schreibe 120 Kneipen, das waren die antiken Vorläufer der
heutigen McDonalds, offene Garküchen entlang den Strassen.
Im Jahre 59 n. Chr. soll es im Amphitheater (20.000 Zuschauer!) während einer
Gladiatorenkampfes zu schrecklichen Krawallen gekommen sein, weil die Fans und Hooligans
der Nachbarsiedlung Nuceria den pompejianischen "Schlachtenbummlern" in die
Quere gerieten. Darauf verbot Kaiser Nero für 10 Jahre jegliche Spiele in Pompeji. Das
berichtet uns übrigens der Historiker Tacitus.
79 nach Chr. brach der Vesuv aus und begrub Pompeji unter einer ca. sieben Meter hohen
Schicht von Lawa, Asche und Lapilli begraben. Dieses schreckliche Unglück, das das
damalige Pompeji vernichtete, hat es paradoxerweise "am Leben erhalten".
Viel zu reden gaben bei der Entdeckung Pompejis die unzähligen erotischen Mosaike,
Skulpturen und Wandbilder und der omnipräsente Phallus, der Türen, Wände, Griffe,
Oellampen und sogar Vogeltränken zierte. Die Pompejianer waren weder Sexmaniaks noch
Pornographen, der Phallus war für sie ebenso alltäglich wie unser Hufeisen: Der Phallus
galt als Glücksbringer! Deshalb trugen auch Kinder selbstverständlich kleine Phalli am
Hals. Der Phallus als Glücksbringer war natürlich nur möglich, weil die Römer ein
völlig anderes Verhältnis zur Sexualität hatten. Sie hatten natürlich auch andere
Götter. Götter, die ebenfalls Spass am Sex hatten. Ganz im Gegensatz zu den heute eher
langweiligen und sexualfeindlichen Göttern.
Wer also Probleme mit der Darstellung von erotischen Szenen hat, soll die Aktivierung der
Seite "Kunst und Erotik in Pompeji" besser sein
lassen. Er sei hiermit darauf hingewiesen worden.
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 (1) Brunnen. Wasserversorgung für die umliegenden Häuser/Haushalte.

(2) Diese "erhöhten Fussgängerstreifen" erlauben bei
starken Regenfällen das Uerqueren der Strasse, ohne Sandalen und/oder Tunika zu
beschmutzen. Nebenbei trugen sie auch zur "Temporeduktion" der Fuhrwerke bei.
Lage:
Von Rom aus:
Mit dem Zug via Neapel nach Pompeji. Dauer: ca. 2 Stunden und 40 Minuten. Der Bahnhof
liegt nahe beim Eingang der antiken Stadt.
Mit dem Auto: ca. 2 Stunden und 30 Minuten. In Rom kann auch ein sog. Limousinendienst
für solche Eintagesausflüge gemietet werden. Das sind Privattaxis (meist komfortable
Mercedes) mit sprachgewandten Fahrern (de, frz., engl.). Kostenpunkt: ca. 500 Franken.
Entspricht etwa den Kosten für eine Carfahrt für vier Personen.
Oeffnungszeiten:
In der Regel 09.00 bis 16.30 Uhr. Jedoch ohne Gewähr. Fremdsprachige Führer vorhanden.
Dauer der Besichtigung. Je nach Interesse zwischen 1 Stunde und 3 Stunden.
Bemerkung:
Auch für historisch nicht Interessierte sehr eindrücklich! Man spaziert durch eine
freigeschaufelte Stadt von ehemals 20.000 Einwohnern, betritt Häuser, Werkstätten und
Garküchen, bewundert Mosaiken und Innenhöfe und liest mit zunehmender Begeisterung die
kleinen Tafeln, die Auskunft über den damaligen Hausbewohner gibt.
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