Alan Greenspan (1926 – 2026) ist tot, ein brillanter Mann, dessen Leben die Ironie des 20. Jahrhunderts zeigt. 1966 publizierte er mit „Gold and Economic Freedom“ ein Essay, der längst zum oft zitierten Klassiker geworden ist. Greenspan schrieb: „Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte“ Enteignung von Vermögen.“
Als Alan Greenspan Jahre später zum Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (1987 bis 2006) ernannte wurde, mutierte er selbst zum obersten Verwalter jenes Fiat-Geldsystems, das nicht auf Gold, sondern auf Vertrauen basiert. Die Nachfrage nach Gold steigt seitdem stetig. Trotz vorübergehenden Verschnaufpausen. In den letzten Jahren waren Russland, China, Türkei, Polen, Indien und die Türkei die aktivsten Käufer. Aber auch private Anleger decken sich ein. Haben die etwa das Vertrauen in ihre Regierung verloren? Gemäss letzten Umfragen erreicht Friedrich Merz gerade noch 17% Zustimmung, Macron 20% und Starmer kam vor seinem Abgang noch auf 21%. Vertrauen kann man nicht erzwingen, Vertrauen muss man sich verdienen. Doch das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz diffamierte 2025 private Goldkäufer als „Crashpropheten“ und labelte sie mit rechtsextremen und antisemitischen Narrativen.
Alan Greenspan wusste stets, dass Gold Freiheit schützt, aber er akzeptierte im Laufe seiner 19-jährigen Tätigkeit als FED-Chef, dass heutige Staaten ohne Papiergeld kaum noch finanzierbar, geschweige denn regierbar wären.