«Das Basler Unispital müsste man von heute auf morgen schliessen», warnte Bundesrat Beat Jans an einer Veranstaltung der Handelskammer beider Basel. Glaubt er das tatsächlich? Und dann setzt der ehemalige selbstständige Berater im Bereich Nachhaltigkeit und Kommunikation (2014-2019) noch einen obendrauf: «Diese Initiative kann Ihre Gesundheit gefährden.» Er fantasiert eine Situation, in der bettlägerige Patienten die Glocke läuten und niemand kommt. Hunderttausende würden gerne kommen. Aber sie dürfen nicht.
Auf den Philippinen sind rund eine Million ausgebildete Krankenschwestern registriert. Jährlich kommen rund 37’000 dazu. Davon ist jedoch lediglich etwa die Hälfte im Beruf tätig, weil Löhne und Arbeitsbedingungen schlecht sind. Deshalb wandern rund 40 Prozent der Ausgebildeten aus. Zielländer sind vor allem die USA, England, Deutschland, Kanada, Saudi-Arabien und Australien.
Und die Schweiz? Hier gibt es bloss einige Tausend Krankenschwestern und Pflegefachkräfte. Dabei würden wohl -zigtausend Filipinas liebend gerne den «Wilden Westen» Asiens verlassen, um in der sicheren Schweiz zu arbeiten und mit ihren Steuern einen Beitrag an die zusätzlichen Infrastrukturkosten leisten, die sie verursachen.
Die meisten philippinischen Krankenschwestern besitzen einen vierjährigen Bachelor of Science in Nursing, oft mit mehreren Jahren Berufserfahrung. Sie sind hochmotiviert, weil sie ihre Familien zu Hause unterstützen. Und das können sie. Und tun es auch. Auf den Philippinen verdienen sie monatlich umgerechnet zwischen 230 und 460 Franken, in der Schweiz zwischen 4’500 und 7’000 Franken.
Wieso lässt man sie nicht einreisen und in unseren Spitälern arbeiten? Stattdessen rollen wir Nichtintegrierbaren ohne Berufsausbildung den roten Teppich aus. Wenn die Falschen kommen, haben wir auch mit einer 30-Millionen-Schweiz einen Fachkräftemangel. Aber kein Sozialsystem mehr.
