#chronos (1943)

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LittleprinceTrotz des unfassbaren Leids, das Millionen von Menschen während des Zweiten Weltkriegs (1939 – 1945) erfahren mussten, nahm das zivile Leben abseits der Kampfzonen ihren gewohnten Lauf. Während Millionen auf den Schlachtfeldern und im Bombenhagel starben, erblickten Janis Joplin, George Harrison, Mick Jagger, Robert De Niro, Catherine Deneuve und Jim Morrison das Licht der Welt, in New York erschien die Erstausgabe von Antoine de Saint-Exupérys »Der Kleine Prinz«.

Die Anti-Hitler-Koalition traf sich in der marokkanischen Stadt Casablanca zu einer geheimen Sitzung. US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill einigten sich nach zehn Tagen auf das primäre Kriegsziel: Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans. Gemeinsam mit ihren Stabschefs entwickelten sie den Plan, den weltweit tobenden Krieg auf das europäische Festland zu verlagern. Gleichzeitig beschlossen sie die Verstärkung der Luftangriffe auf deutsche Städte. Amerikanische und britische Piloten warfen nun rund um die Uhr Bomben über Deutschland ab.

 

Hitlers Reichspropagandaminister Joseph Goebbels forderte im Berliner Sportpalast die Intensivierung des »Totalen Kriegs«. Zwei Mitglieder der Widerstandsgruppe »Weisse Rose« wurden hingerichtet, es waren die Geschwister Sophie und Hans Scholl.

Nachdem Hitlers SS im Vorjahr bereits eine halbe Million Juden aus Warschau ins Vernichtungslager Treblinka verschleppt hatte, versuchte sie die restlichen Bewohner zu deportieren. Nach wochenlangem Widerstand ging das Warschauer Ghetto in Flammen auf.

jan14-2-imgIn Stalingrad wurde Hitlers 6. Armee von Stalins Truppen vernichtet. Der Ausgang der Schlacht gilt als Wendepunkt des deutsch-sowjetischen Krieges. Im Pazifik standen sich Amerikaner und Japaner gegenüber. Im Juli landeten die Allierten auf Sizilien, Pius XII, der schweigende Stellvertreter, erhielt den Beinamen »Hitlers Pope«. Der Faschist und Diktator Mussolini (Duce del Fascismo), Ministerpräsident des Königreichs Italien, wurde von rivalisierenden Faschisten gestürzt und verschwand vorübergehend von der Bildfläche.

Durch einen Zufall entdeckt der Schweizer Chemiker Dr. Albert Hofman in den Labors des Schweizer Pharmaunternehmens Sandoz die Wirkung von Lysergsäurediäthylamid. Er hatte zufällig die Substanz durch die Haut aufgenommen und erlebte auf der Velofahrt nach Hause die halluzinogene Wirkung des LSD. In der Hippie Aera geriet das »saumässig gefährliche« (Hofmann) LSD als »bewusstseinserweiternde Droge« in Verruf. In seinem Werk »LSD – Mein Sorgenkind« schrieb er: „Dieser Bewußtseinszustand, der unter günstigen Bedingungen durch LSD, oder durch ein anderes Halluzinogen aus der Gruppe der mexikanischen sakralen Drogen, hervorgerufen werden kann, ist verwandt mit der spontanen religiösen Erleuchtung, mit der unio mystica.« Albert Hofman erlangte als Mister LSD Weltruhm und starb 102jährig im Baselbieter Leimental.

tintinactuel12_22012004»Ich möchte Herrn Tim sprechen!« Mit diesen Worten trat der zerstreute und fast taube Professor Tryphon Tournesol erstmals 1943 auf. Mit erstaunlicher Hartnäckigkeit versuchte er, Tim ein Tauchgerät in Form eines Haies zu verkaufen. Lesen konnten die Fans von »Tintin et Milou« diese Szenen im Vorabdruck von Hergés Album »Le Trésor de Rackham Le Rouge« (»Der Schatz Rackhams des Roten«) in der Brüsseler Tageszeitung »Le Soir«.

And one more thing: 1943 sagte Thomas Watson, Vorstandsvorsitzender von IBM: »ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.«

(c) 2016 Basler Zeitung

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