049 Blick »Die Scheisskolumne«


Bild © Cristina Guggeri, ganze Kollektion auf: https://www.areashoot.net/the-daily-duty-collection/


 

 «Hatten Sie heute Stuhlgang?» Mit dieser Frage will der Arzt erfahren, ob man auf der Toilette gewesen ist. Die Bezeichnung stammt aus dem Mittelalter. Damals sägte man die Sitzfläche von Stühlen aus und hängte einen Topf darunter. Den Inhalt entsorgte man in nahen Sickergruppen oder kippte ihn, wenn es draussen zu kalt war (oder finster genug), aus dem Fenster. Deshalb war es für Nachtschwärmer empfehlenswert, eine Kopfbedeckung zu tragen. Wer kein Glück hatte, glitt unter dem Fenster aus; und wenn noch Pech dazukam, klatschte die nächste Ladung auf den Hinterkopf.

Das Mittelalter war nicht nur aus hygienischer Sicht ein zivilisatorischer Rückschritt. Bereits in der Antike gab es Grosslatrinen mit Wasserspülung und achtzig Sitzplätzen. Trennwände waren nicht erwünscht, denn Toilettenanlagen waren so beliebt wie heute die sozialen Medien. Man entlud nicht nur den Darm, sondern auch den Ärger über Götter und die Welt. Erst ab dem 17. Jahrhundert änderte das Schamgefühl, und die Leute zogen es vor, inkognito auf dem Thron zu sitzen.

Ein beliebtes Toiletten-Graffito war damals: «Drum drücket und dränget mit aller Kraft – für die notleidende Landwirtschaft.» Scheisse war wertvoller als Bitcoins. Der französische Philosoph Pierre Leroux schlug deshalb im 19. Jahrhundert vor, die Steuer mit den eigenen Exkrementen zu bezahlen. In einer direkten Demokratie hätte eine solche Initiative durchaus Chancen. Die Umsetzung könnte allerdings anspruchsvoll sein.

Im modernen Japan verrichten die Leute ihr Geschäft auf topmodernen Washlets, die mit internetfähigen Bedienungspanels ausgerüstet sind. Urinwerte und Blutzuckerspiegel können direkt an den Hausarzt gemailt werden.

Japan ist nicht überall. Weltweit haben über vier Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicheren sanitären Anlagen. Jährlich sterben 432 Millionen an verseuchtem Trinkwasser (Unicef 2019). Indiens Premier Modi versprach bei seinem Amtsantritt, hundert Millionen WC-Kabinen zu bauen. Fünf Jahre später hatte er es geschafft. Doch leider nutzen viele die Häuschen als Geräteschuppen. Für eine Verhaltensänderung wird die Ausrufung des Welttoilettentages am 19. November wohl nicht ausreichen.

 

048 »Heute schon demonstriert?« dt./engl.

Heute schon demonstriert?

Demonstrieren gehört in den westlichen Demokratien zu den Minderheitsrechten, und das ist gut so. Es gibt bewilligte und unbewilligte Demonstrationen, einige respektieren das, einige nicht. Demos an der frischen Luft fördern auf jeden Fall die Gesundheit, und als Datingplattform sind sie nicht zu verachten.

Beliebt, weil kaum kontrovers, sind Demos gegen Diktatoren, wobei man sich manchmal fragt, wieso in der friedlichen Schweiz demonstriert wird und nicht am Tatort im Nahen Osten oder in Südamerika. Oder haben uns die Medien verschwiegen, dass all diese Despoten in Wahrheit in luxuriösen Apartments an der Zürcher Goldküste leben? Auf jeden Fall käme kein Schweizer Student auf die Idee, in Burkina Faso für eine fleischlose Kantine zu demonstrieren.

Leider schleichen sich bei vielen friedlichen Demos selbsternannte Antifaschisten ein, die mit faschistischen Methoden Gebäudereinigern, Glasereien und Autowerkstätten neue Aufträge beschaffen. Dass Pubertierende ab und zu Dampf ablassen, ist hormonell bedingt und ziemlich normal. Aber wenn die Trotzphase auch im fortgeschrittenen Alter anhält, liegt es wohl an einem unterentwickelten Verständnis für den demokratischen Rechtsstaat.

Um Frust abzubauen, gäbe es durchaus friedliche Alternativen wie Marathonlaufen, Masturbieren im Lift, Rauschsaufen oder Singen im Wald.

Den Protestierenden bei unbewilligten Demonstrationen ist meistens egal, ob Verkehrsknotenpunkte blockiert, Arbeitswillige im Stau stehen oder der Infarktpatient in der Ambulanz «I did it my way» singt.

Kreative Lösungen sind gefragt. Die vorbildlichsten Kundgebungen sind jeweils der Einmarsch der Athleten bei der Eröfffnung der Olympischen Spiele. Da Fussballstadien nicht ausgelastet sind, könnten sie zeitweise als Demostadion genutzt werden. Publikum wäre im Buchungspreis inbegriffen. Veranstalter von Kaffeefahrten könnten dafür gewonnen werden, die Kundschaft ins Stadion zu fahren. Auf den Totomat-Displays könnte Werbung für Heizkissen, Jägermeister und solarbetriebene Rollatoren geschaltet werden, Kaffee und laktosefreier Kuchen wären umsonst – eine klassische Win-Win-Situation. Wäre dieser Vorschlag nicht eine Demo wert?


© Blick, 1. November 2019


Rioters in demonstrations 

By Adrian McDonald – November 1, 2019

Belongs to Demonstrate in the Western democracies the rights of Minorities, and that is a good thing. There are approved and unlicensed demonstrations, and there are people who adhere to it and others are not. Demos in the fresh air, encourage health, and as a Dating platform, you are not to be despised.

Popular, because hardly controversial demonstrations against the dictators, where one sometimes wonders why, in the peaceful Switzerland will be demonstrated, and not on the crime scene in the Middle East or in South America. Or have told us media that all these despots live in truth, in luxurious Apartments at the Zurich gold coast? Definitely not a Swiss Student came up with the idea to demonstrate in Burkina Faso for a meat-free cafeteria.

Unfortunately anti-creep for many peaceful Demos self-proclaimed fascists, the obtain with fascist methods, building cleaners, glass factories and car workshops in new orders. That teenage draining by the end of from time to time, steam, the cause is hormonal and quite normal. But if the persists, in spite of phase, even in advanced age, it is probably an under-developed understanding of the democratic rule of law.

To frustration, there would be quite peaceful Alternatives, such as marathon running, Masturbating in the Elevator, rush to drink or Sing in the forest.

The protesters in unauthorised demonstrations is usually no matter whether to transport nodes, blocks, points, willing to Work in a traffic jam, or infarction patient in the ambulance, “I did it my way” sings.

Creative solutions are in demand. The best rallies are, respectively, the invasion of the athletes in the Eröfffnung of the Olympic games. Because football stadiums are underutilized, they could be temporarily used as a demo stadium. The audience would be included in the booking fee. Organizer of coffee trips could be obtained to drive the customers into the stadium. On the Totomat display advertising for the heating pad, Jägermeister, and solar-powered rollators could be switched, coffee, and lactose-free cake would be for nothing – a classic Win-Win Situation. This proposal would be a Demo worth?

047 Blick »Retten Streetpotatoes die Welt?«

Retten Streetpotatoes die Welt?

Die neunjährige Mexikanerin Xóchitl López wuchs im Hochland Chiapas auf. Ihre Eltern waren zu arm, um ihr all das zu kaufen, was für Teenager in der westlichen Welt selbstverständlich ist. Xóchitl hat nie geklagt, dass man ihr die Kindheit gestohlen hat.

Letztes Jahr wurde sie vom Institut für Nuklearwissenschaft der grössten mexikanischen Universität für ihren Solar-Warmwasseraufbereiter aus recyceltem Material mit einem Preis geehrt. Sie sagt: «Es gibt viele Menschen mit niedrigem Einkommen, die sich diese Heizungen nicht leisten können. Deshalb holzen sie Bäume ab, um Brennholz zu gewinnen. Das wiederum beeinträchtigt die Welt durch die globale Erwärmung.» Mittlerweile erhält Xóchitl Unterstützung von Universitäten.

Im Alter von neun Jahren entwickelte Ken Lou «künstliches Holz» aus recyceltem Material, das beim Verbrennen weder Umwelt noch Gesundheit schadet. Er ist der jüngste Erfinder Guatemalas und wurde von der Regierung ausgezeichnet.

Es gibt viele Xóchitls und Kens auf unserem Planeten. Sie leisten Bewundernswertes. Aber für die westlichen Medien sind diese kreativen Teenager, die tatsächlich Nützliches für die Umwelt tun, kaum ein Thema.

Interessanter sind narzisstische Streetpotatoes der antidemokratischen Weltuntergangssekte Extinction Rebellion (XR), die in roten Karnevalskostümen esoterische Partys feiern. Einige nennen sich «Red Brigades» (Rote Brigaden) wie die italienische Terrorgruppe Brigate Rosse, die Ende der 70er-Jahre für 97 Tote verantwortlich war.

Stuart Basden, Gründungsmitglied von XR, bestreitet in einem Essay vom 10. Januar 2019, dass XR eine Klima-Bewegung sei. Co-Gründer Roger Hallam erläuterte am 4 Februar 2019 an einer Veranstaltung von Amnesty International in London seine Strategie zum Systemwechsel und sagte: «Ja, einige könnten bei diesem Prozess sterben.»

Zurzeit versucht XR, friedliche Klimademonstranten zu radikalisieren. Aber der Planet braucht weder grüne Uriellas noch Rote Brigaden, sondern Innovationen. Und sie werden kommen, weil man damit Geld verdienen kann. Extinction Rebellion tut hingegen im Augenblick genau das, was sie der Politik vorwirft: Herumsitzen und «Slogans statt Taten» liefern. Eine Eskalation ist absehbar.


Die Quellen zu den beiden Zitaten.

Bildlizenz: pixabay.com


 

Extinction Rebellion (XR), two Co-Founders in their own words

Extinction Rebellion isn’t about the Climate

Source:

https://medium.com/@plaosmos/extinction-rebellion-isnt-about-the-climate-42a0a73d9d49

 
 
 
Stuart Basden, Jan 10 / 2019
 

Yes, yes, I know. The climate is breaking down. It’s urgent. An emergency. We’ve only got a few years left to ‘fix’ it.

Indeed, we won’t fix it. Weather patterns will become increasingly unstable and unpredictable, and the effects it will soon have on how humans around the world grow food will be devastating, likely causing harvests to fail across entire continents and food prices to sky-rocket. Millions have already suffered due to the amplified instability. We’re facing imminent societal collapse (whatever that means), both around the world and in the UK. All of our lives are soon going to radically change.

None of this is particularly controversial. When a bus is driving with a certain momentum towards a person, it gets clearer and clearer that it will hit the person. After a certain point, it’s inevitable. And that’s where we stand now, with regards to the momentum of climatic change. The bus is about to hit us. Our lives are about to change. It’s not clear whether or not we’ll survive (as a species). Many species have already been run over. Two hundred species each and every day go extinct.

I’ve been with Extinction Rebellion (XR) from the start. I was one of the 15 people in April 2018 who came together and made the collective decision to try to create the conditions that would initiate a rebellion. I was a coordinator of one of the original five working groups, and I’ve been organising with XR day-and-night since then (frugally living off my savings so I don’t have to work, having quit an industry that paid me £1000/week). And I’ve been in RisingUp (the organisation from which XR has emerged) since the first RisingUp action in November 2016. I’m a RisingUp Holding Group member, and a member of the XR Guardianship Team.

And for the sake of transparency: that previous paragraph is all about me ‘pulling rank’ — I’m trying to convince you to listen to what I have to say…

And I’m here to say that XR isn’t about the climate. You see, the climate’s breakdown is a symptom of a toxic system of that has infected the ways we relate to each other as humans and to all life. This was exacerbated when European ‘civilisation’ was spread around the globe through cruelty and violence (especially) over the last 600 years of colonialism, although the roots of the infections go much further back.

As Europeans spread their toxicity around the world, they brought torture, genocide, carnage and suffering to the ends of the earth. Their cultural myths justified the horrors, such as the idea that indigenous people were animals (not humans), and therefore God had given us dominion over them. This was used to justify a multi-continent-wide genocide of tens of millions of people. The coming of the scientific era saw this intensify, as the world around us was increasingly seen as ‘dead’ matter — just sitting there waiting for us to exploit it and use it up. We’re now using it up faster than ever.

Euro-Americans violently imposed and taught dangerous delusions that they used to justify the exploitation and reinforced our dominance, while silencing worldviews that differed or challenged them. The UK’s hand in this was enormous, as can be seen by the size of the former British empire, and the dominance of the English language around the world. There is stark evidence that everyday racial bias continues in Britain, now, today. It’s worth naming some of these constructed delusions that have been coded into societies and institutions around the world:

  • The delusion of white-supremacy centres whiteness and the experience of white people, constructing and perpetuating the myth that white people and their lives are somehow inherently better and more valuable than people of colour.
  • The delusion of patriarchy centres the male experience, and excludes/hinders female assigned people from public life (reducing them to a possession or object for ownership or consumption). Patriarchy teaches dominating and competitive behaviours, and emphasises the idea that the world is a place of scarcity, separation and powerlessness.
  • The delusions of Eurocentrism include the notion that Europeans know what is best for the world.
  • The delusions of hetero-sexism/heteronormativity propagate the idea that heterosexuality is ‘normal’ and that other expressions of sexuality are deviant.
  • The delusions of class hierarchy uphold the theory that the rich elite are better/smarter/nobler than the rest of us, and make therefore better decisions.

There are other delusions. These delusions have become ingrained in all of us, taught to us from a very young age.

None of these delusions have ended, although some of the arguments that supported them (e.g. phrenology) have been dispelled. They continue to play out through each of us, in our ways of relating, regardless of our identity. The current pride in the history of the British empire, or the idea that the USA is on the side of ‘good’, continues to enable neo-colonialism in 2019, taking the form of palm-oil plantations, resources wars, and the parasitical financial sector, to name but a few. The task of Extinction Rebellion is to dispel these delusions. We need to cure the causes of the infection, not just alleviate the symptoms. To focus on the climate’s breakdown (the symptom) without focusing attention on these toxic delusions (the causes) is a form a denialism. Worse, it’s a racist and sexist form of denialism, that takes away from the necessary focus of the need for all of us to de-colonise our selves.

My ancestors are European, some of whom claimed to ‘own’ people as slaves. There are black people with the name Basden in the Americas, and I have begun to mobilise my (white) family to make contact in order to seek to pay reparations.

However, my own accountability cannot be fully paid through this. The insanity* of the mind of the coloniser continues today. It continues in the extraction of fossil fuels, minerals and water from the earth. It continues in deforestation and industrial agriculture. It continues in a callous culture of consumption, which intensifies each Christmas. It continues in evictions and deportations. It continues in the ways of relating to those around us that perpetuate separation and division.

The result is isolation, pain and suffering. The result can be felt at the individual level — in the endemic levels of loneliness and mental-health illness. It can be felt at the community level — in the theft of land for plunder and profit by largely-European-and-US-based banks and corporations. And it can be felt at the global level — in the polluting of our air and oceans.

So Extinction Rebellion isn’t about the climate. It’s not even about ‘climate justice’**, although that is also important. If we only talk about the climate, we’re missing the deeper problems plaguing our culture. And if we don’t excise the cause of the infection, we can never hope to heal from it.

This article is calling to all of those who are involved in XR who sometimes slip into saying it’s a climate movement. It’s a call to the American rebels who made a banner saying “CLIMATE extinction rebellion”. It’s a call to the XR Media & Messaging teams to never get sloppy with the messaging and ‘reduce’ it to climate issues. It’s a call to the XR community to never say we’re a climate movement. Because we’re not. We’re a Rebellion. And we’re rebelling to highlight and heal from the insanity that is leading to our extinction. Now tell the truth and act like it.

* I use the term ‘insanity’ carefully, with the intention of highlighting the need for healing. Indigenous First Nation people helpfully taught me to see the mindset of the coloniser as a sickness. In no way do I intend to marginalise or discredit the experience of people who have been labelled ‘insane’ by a normative system, nor who identify as being ‘insane’.

** Climate Justice refers to the injustice that those who are affected first and worst by extreme weather events (the people in the poorer countries, the majority of whom live in the Global South) are not likely to be the ones who caused the climate emissions (the people who consume the most, including the pathologically wasteful cultures of Europe and Turtle Island (aka North America), and the rich who live/travel around the world).


Interview mit der Pressesprecherin von XR. 

https://youtu.be/H3kJwQBZOkM


Co-Founder Richard Hallam, Co-Founder, Meeting with Amnesty International


London, 4.2.2019

Video https://bit.ly/2LKrysM Roger Hallam. 06.45 – 06:54

»We are going to force the governments to act. And if they don’t, we will bring them down and create a democracy fit for purpose. And yes, some may die in the process.«


 

046 Blick »Spinatleugner«

 

Die meisten Kinder hassten es, kotzten es auf den Tisch, warfen mit dem Löffel nach ihrer Mutter oder verkrochen sich in der Waschküche. Ab 1929 wurden Millionen von Kindern mit dieser braunen Pampe zwangsernährt, eine pädagogisch umstrittene Form des Waterboardings. Schuld daran war der amerikanische Comic-Zeichner Elzie Crisler Segar, der den prügelnden Seemann Popeye erfand, der zur Stärkung jeweils eine Büchse Spinat verdrückte.

Als Fleisch während des Zweiten Weltkriegs Mangelware wurde, empfahl man den Soldaten Spinat. Denn Wissenschaftler glaubten, dass der hohe Eisengehalt von 35 Milligramm die Muskeln stärke. In den USA stieg der Spinatkonsum um ein Drittel, und Popeye erhielt in der texanischen Spinathochburg Crystal City ein Denkmal.

Erst im Erwachsenenalter erfuhren die einst traumatisierten Spinatleugner, dass der Eisengehalt pro hundert Gramm nicht 35 Milligramm beträgt, sondern lediglich 3,5 Milligramm. Eine Legende besagt, dass der Schweizer Physiologe Gustav von Bunge 1890 den Eisenwert zwar korrekt berechnet hatte, aber dass er für seine Untersuchungen getrockneten Spinat benutzt hatte.

Frischer Spinat hat einen Wassergehalt von rund 90 Prozent und somit nur gerade 3,5 Prozent Eisen. Da Wissenschaftler unfehlbar sind, schob man die Schuld auf eine Sekretärin, die sich angeblich um eine Kommastelle verhauen hatte. Im Zug der Political Correctness wurde aus dem Fräulein ein Laborant.

Obwohl die Menschen in Europa noch nie so alt wurden, warnen uns regelmässig neue Studien vor dem Genuss einzelner Nahrungsmittel. Jede Studie empfiehlt eine andere tolerierbare Tagesmenge. Mal betrifft es Eier, Erdnüsse, Kaffee, manchmal Rotwein, wobei hier die schädliche Tagesmenge davon abhängt, ob die Studie in einem Weinland durchgeführt wurde. Mediziner in Katalonien empfehlen maximal 70 Gramm Alkohol pro Tag, in Deutschland liegt die empfohlene Obergrenze bei 20 Gramm.

Soeben publizierten die sieben grossen ernährungswissenschaftlichen Institutionen die Mutter aller Studien und kamen zum Schluss: alles Chabis. Die Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel sei nicht mehr zeitgemäss.

Wahrscheinlich ist es unserer Unkenntnis geschuldet, dass wir uns überhaupt noch ernähren.

© Blick 4. Oktober 2019, Kolumne 46

045 Blick »Ich gut, Du Nazi«

© Blick, Kolumne 45 vom 20. September 2019


Sie schlugen den Gegnern die Köpfe ab und hängten die Trophäen um den Hals ihrer Pferde. So beschrieb der griechische Geschichtsschreiber Poseidonios das Schlachtritual der Kelten. Diese «haarigen Wilden» sprachen unverständliches Kauderwelsch und wurden deshalb Barbaren genannt, was so viel heisst wie «Stotterer». Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Bedeutung, und der Begriff galt nur noch für unzivilisiertes Benehmen.

Eine ähnliche Verwandlung erlebt der Begriff «Nazi». Was ist ein Nazi? Es gibt den unbelehrbaren Alt-Nazi, der einen Massenmörder verehrt, und es gibt den Neo-Nazi, der weder Hitler noch den Holocaust erlebte und in der Schule einen Fensterplatz hatte.

Nazis haben sechs Millionen Juden ermordet. Kann man jemanden, der Nobelpreisträger Milton Friedman zitiert, wonach man entweder offene Grenzen oder ein Sozialsystem haben kann, mit den schlimmsten Verbrechern der Weltgeschichte gleichsetzen?

Als Nazi werden Rechtsextreme bezeichnet, obwohl einige Historiker immer noch darüber streiten, ob Hitler nun ein Rechtsextremer oder ein Linksextremer gewesen ist. Denn er träumte wie alle Sozialisten von der sozialen Gleichschaltung, und sein Programm bewegte sich zwischen dem linken Totalitarismus Stalins und dem Faschismus des Ex-Kommunisten Mussolini. Karl Marx‘ klassenlose Gesellschaft hiess bei Hitler «Volksgemeinschaft». Ein populärer Witz war damals: «Aussen braun, innen rot.» Was also ist ein Nazi?

ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann (#nazisraus) formulierte es ironisch: «Jeder, der nicht grün wählt, ist ein Nazi.»

Mittlerweile gehört die einschüchternde Nazi-Keule zur populistischen Folklore im deutschsprachigen Raum und ersetzt das Argument.

Jeder Begriff nützt sich durch den inflatorischen Gebrauch ab. In den 70er-Jahren war jemand «geil», wenn er sexuell erregt war. Heute ist alles geil, was Spass macht – ein Song ist geil, Geiz ist geil und eine Burger-Aktion «drei für zwei» ist megageil.

Die nächste Generation wird das Nazi-Wort wahrscheinlich nicht mehr mit den «nationalistischen Sozialisten» in Verbindung bringen. Ich hörte im Sommer einen Teenager fluchen, weil der Tramchauffeur nicht auf ihn gewartet hatte. Er rief ihm nach: «Scheissnazi!»

044 Blick »Desperados auf zwei Rädern«

 

Dass wir heute auf unseren Trottoirs von rücksichtslosen Velo-Rowdys und E-Trottinettlern verjagt werden, hat mit dem Wetter im frühen 19. Jahrhundert zu tun. Und das kam so: Missernten führten zu einer Nahrungsmittelknappheit, zahlreiche Menschen starben den Hungertod. Während wir heute mit der Sexualpädagogin Deanne Carson öffentlich diskutieren, ob man Babys vor dem Wickeln um Erlaubnis fragen muss, hatten die Menschen damals noch echte Probleme.

Auch Karl Freiherr von Drais. Er konnte sich kaum noch das Futter für seine Pferde leisten. Da es damals weder Crowdfunding noch die Kultur des Jammerns gab, erfand er kurzerhand eine hölzerne Konstruktion mit zwei Rädern, eine sogenannte Laufmaschine, ein Vorläufer des Velos, aber noch ohne Pedale. Für den Antrieb benutzte man die Beine. Die «Draisine» erfreute sich rascher Beliebtheit, da man sie nicht füttern musste und sie nie ein Burn-out erlitt.

Doch das Geld, das der Freiherr von Drais beim Futter einsparte, investierte er in Hochprozentiges. Das hielt ihn aber nicht davon ab, 1812 eine «Notenschriftmaschine» zu erfinden, die beim Klavierspielen gleichzeitig die Noten aufzeichnete. Berühmt wurde auch seine «Schnellschreibmaschine» mit lediglich 16 Tasten und ein innovatives Rohrleitungssystem, das von seinen Hauslieferanten, den Schnapsbrennereien, übernommen wurde.

Es war wohl einer Schnapsidee geschuldet, dass er an einer Expedition nach Brasilien teilnahm. Als er fünf Jahre später mittellos zurückkehrte, wollte man den «närrischen Mann» entmündigen, aber seine Schwestern retteten ihn. Mittlerweile war seine Draisine von anderen europäischen Herstellern kopiert und verbessert worden. Er griff wieder zur Flasche. Nach einer Wirtshausschlägerei landete er in der Gosse und wurde zum Gespött: «Freiherr von Rutsch, zum Fahre kei Kutsch, zum Reite kein Gaul, zum Laufe zu faul.»

Heute ist das verkannte Genie auf einer Briefmarke verewigt, und die Weiterentwicklungen seiner hölzernen Laufmaschine sind ein Ärgernis für Fussgänger. Denn im Gegensatz zu Autofahrern geniessen Verkehrssünder auf zwei Rädern fast schon diplomatische Immunität.

043 Blick »Eine Frau sieht rot«

Ende des 19. Jahrhunderts stürmte die zwei Meter grosse Carry Nation mit einer Axt einen Saloon in Kansas und schlug die ganze Bar kurz und klein. Der Sheriff nahm sie wegen Sachbeschädigung fest. Carry protestierte, sie habe den Saloon nicht beschädigt, sondern zertrümmert, und sie werde nach ihrer Haftentlassung weiter wüten.

Dabei hatte alles friedlich begonnen. Carry war schon früh der Frauenorganisation Temperance Union beigetreten, die aus der Abstinenzbewegung der 1870er-Jahre entstanden war. Alkoholsucht war in jener Zeit ein echtes Problem.

Jeder Einwohner über 15 trank im Schnitt achtzig Flaschen Whiskey pro Jahr, also dreimal so viel wie die Nachfahren im 21. Jahrhundert. Arbeiter tranken am Morgen, am Mittag und am Abend, das Land war notorisch besoffen, und ganze Familien stürzten in Elend und Armut. Auch Carrys Biografie war mit Alkoholleichen gepflastert.

Frustriert vom abflauenden Erfolg der Abstinenzler, wollte sich Carry nicht mehr mit Protestliedern und Sitzstreiks vor den Saloons begnügen. Sie liess sich scheiden, gründete mit radikalen Christen eine neue Sektion und griff zur Axt. Sie sagte, Gott persönlich habe ihr die Lizenz zum Hacken erteilt.

Medienwirksam randalierte sie im US-Senat, auf ihren Vortragsreisen wurde sie wie ein Popstar gefeiert. Promis biederten sich an und genossen fortan ihren Whiskey heimlich, während Carry nach über hundert zertrümmerten Saloons das Merchandising entdeckte und kleine Äxte mit der Aufschrift «Saloon-Zerschmetterer» verkaufte.

Wie die meisten Massenbewegungen, die zu Beginn ein durchaus legitimes Anliegen haben, radikalisiert sich bei nur mässigem Erfolg eine ungeduldige Minderheit und begeht Straftaten, die sie als moralische Pflicht zum Widerstand deklariert. 

Greta Thunberg lehnt Gewalt ab. Das wiederholt sie auch, wenn sie zum Fotoshooting ein T-Shirt der gewalttätigen Antifa anzieht oder im Hambacher Forst mit zwei Vermummten posiert, die zur «Rettung des Klimas» Angestellte des Stromkonzerns RWE mit nicht ganz CO2-freien Molotow-Cocktails angriffen und verletzten.

Der Flirt mit demokratiefeindlichen Straftätern ist wohl als Drohung zu verstehen. Falls ja, könnte es bald heissen: Friday was yesterday.


 

 

 

042 Blick »Braveheart hätte Brüssel abgefackelt«


Jede Nation hat ihren Freiheitshelden, wir haben unseren Wilhelm Tell, die Philippinen ihren Lapu-Lapu und die Schotten ihren Wallace, besser bekannt als Braveheart (US-Film mit Mel Gibson, 1995). Was sie alle gemeinsam haben, ist ihr mutiger Kampf gegen einen übermächtigen Unterdrücker.

Auch der Arverner-Fürst Vercingetorix war ein Freiheitsheld. Nach der Niederlage von Alesia musste er vor Cäsar niederknien und seine Waffen strecken. Gallien war «befriedet», nun galten römische Gesetze, und der römische Silberdenar wurde der Euro der Antike.

Feige Fürsten unterwarfen sich hingegen kampflos, weil Cäsar ihnen Ämter anbot. In zweitausend Jahren ist aber noch niemand auf die Idee gekommen, diese Bücklinge als Freiheitskämpfer zu bezeichnen.

Es ist deshalb bemerkenswert, dass sich heute eine Gruppierung, die sich einer völlig zerstrittenen EU unterwerfen will, ausgerechnet «Operation Libero» nennt. Das Wort bedeutet so viel wie «unabhängig/frei». Sie wollen Errungenschaften verschenken, zu denen sie nichts beigetragen haben, und fragten auf ihrer Homepage: «Willst du unsere Freiheit in Europa verteidigen? Werde ein Braveheart.» Ein Freiheitskämpfer, der sich unterwirft? Braveheart hätte eher Brüssel abgefackelt.

Worin besteht die «Befreiung», wenn die mutlosen Liberos kampflos aufgeben wollen, was sich die meisten der 512 Millionen EU-Bürger sehnlichst wünschen: direkte Demokratie. Was erhalten sie im Gegenzug? Betreute Demokratie?

Worin besteht die «Befreiung», wenn man sich einer diktatorischen Union unterwirft, die immer weniger von Mitbestimmung und Meinungsfreiheit hält und die Besteuerung von Bargeld plant, um den bargeldlosen Verkehr durchzusetzen? Wenn Erspartes nur noch virtuell verfügbar ist, wird es für die europäischen Zentralbanken ein Leichtes, «einmalige» Zusatzsteuern von den Konten der Bürger abzuheben. Per Mausklick übers Wochenende.

Ist es wirklich «progressiv», wenn ein zukünftiger «Nettozahler» vor einer Union mehrheitlich maroder Staaten kapituliert?

Libero ist der charmante Arm der EU-Bürokratie, das hochmütige Pepsodent-Lächeln des neuen Versailles. Es geht nicht um links oder rechts, es geht um die direkte Demokratie: ja oder nein.


English translation


Every Nation has its freedom heroes, we have our William Tell, the Philippines, their Lapu-Lapu and the Scots their Wallace, better known as Braveheart (US-the movie with Mel Gibson, 1995). What they all have in common is their brave fight against an overwhelming oppressor.

Also, the arverni Prince Vercingetorix was a freedom hero. After the defeat of Alesia, he had to stretch in front of Caesar, kneel down, and his weapons. Gaul was pacified””, now the Roman laws were in force, and the Roman silver denarius was the Euro of the ancient world.

Cowardly Prince threw themselves, however, without a fight, because Caesar offered them Offices. In two thousand years no one has come up with the idea to call these kippers, as a freedom fighter.

The opposite of independent and free

It is remarkable, that today, a grouping, a completely fractious EU under throw want of all things, “Operation Libero” is called. The word means as much as “independent/free”. You want to give away achievements to which you have not contributed, and asked on their Homepage: “do you Want to defend our freedom in Europe? A Braveheart will.” A freedom fighter who throws himself under? Braveheart would have rather burned in Brussels.

What is the “liberation”, when the discouraged Liberos want to go down without a fight, which most of the 512 million EU citizens desperately: direct democracy. What you get in return? Supervised Democracy?

lifted up Pepsodent-Smile

What is the “liberation”, if you throw in a dictatorial Union that holds less and less of participation and freedom of expression and the taxation of cash plans, the cashless transport to enforce? If Savings is only virtually available, it will withdraw for the European Central banks a Lightweight, “one-time” additional taxes from the accounts of citizens. By a mouse-click away over the weekend.

Is it really “progressive” if in the future a “net contributor” in front of a Union majority capitulated addresses of ailing States?

the Libero is the charming Arm of the EU bureaucracy, the haughty Pepsodent-Smile of the new Versailles. It’s not about left or right, it’s about direct democracy: Yes or no.


Francais / mauvaise traduction


Chaque Nation a son Héro, nous avons notre Guillaume Tell, les Philippines Lapu-Lapu et les Cloisons de vos Wallace, mieux connu sous le nom Braveheart (US-Film avec Mel Gibson, 1995). Ce qu’ils ont tous en commun, c’est votre courageux Combat contre un puissant Oppresseur.

La Arverner-Prince Vercingetorix était un Freiheitsheld. Après la Défaite d’Alésia, il dut César de s’agenouiller et de ses Armes. La gaule était «pacifié», maintenant, étaient considérés par la Loi romaine, et romain Silberdenar l’Euro a été l’Antiquité. Figue Princes se soumirent en revanche, sans combat, parce que César vous Offices offert. Dans deux mille Ans, mais personne n’est venue l’Idée de cette Bücklinge en tant que Combattants de la liberté, de la désigner. Le Contraire de indépendant et libre.

C’est pourquoi Il est intéressant de noter que, aujourd’hui, à un Groupement, se sont totalement agressifs de l’UE, de soumettre, justement, «Opération Libero» est appelé. Le Mot signifie «indépendant/free». Vous voulez Réalisations faites à rien d’avoir contribué, et a demandé sur sa page d’Accueil: «Veux-tu de notre Liberté en Europe défendre? Vais un Braveheart.» Un Combattant de la liberté, se soumet? Braveheart aurait plutôt Bruxelles brûlé à la torche. Quelle est la «Libération», si les découragés Liberos, sans renoncer à ce que la plupart des 512 Millions de Citoyens de l’UE ardemment désirer: la Démocratie directe. Qu’obtenez-vous en Retour? Supervisé Par La Démocratie?

Enflé Pepsodent-Sourire Quelle est la «Libération», si on dictatorial Union européenne soumet, de moins en moins de Participation et d’Expression, l’estime et l’Imposition de l’Argent prévoit, pour les transactions du Trafic? Si des Économies encore virtuel est disponible, pour les banques Centrales européennes Léger, «une fois» de taxes additionnelles sur les Comptes des Citoyens de décrocher. D’un Clic de souris pour le Week-end. Est-il vraiment «progressif» si l’un des futurs «Contributeurs nets» avant une Union majoritairement maroder Unis capitulé? Libero est la charmante Bras de la Bureaucratie européenne, l’orgueilleux Pepsodent-Sourire de nouveau de Versailles. Il ne s’agit pas de gauche ou de droite, il s’agit de la Démocratie directe: oui ou non.


 

041 Blick »Dinner für alle«

Dinner für alle

Kaiser Domitian, ein paranoider Rambo der römischen Antike, führte nicht nur Krieg gegen iranische Reitervölker, korrupte Beamte, Atheisten, lesbische Priesterinnen und homosexuelle Senatoren, sondern auch gegen den Dichtestress in Roms Gassen.

Die zahlreichen Garküchen erschwerten ein Durchkommen. Es war nicht die Qualität der gesalzenen Erbsen und Gemüsesuppen, die beinahe die ganze Bevölkerung zu den Strassenkantinen trieb, sondern der Umstand, dass die Unterschicht in ihren kleinen Mietwohnungen keine Feuerstellen zum Kochen hatte und Brennholz eh den Reichen vorbehalten war. Wollte man eine warme Mahlzeit, war man auf die privat betriebenen Imbissbuden angewiesen.

Garküchen breiteten sich entlang der Handelswege aus. An Grossanlässen wie den Spielen im Circus Maximus oder an den Olympischen Spielen waren die Fleischspiesse und Pasteten nicht mehr wegzudenken. Beim Bau des Regensburger Doms vor 700 Jahren versorgten bereits «dampfende Würstchenbuden» die Bauarbeiter. Zwischen zwei Brothälften eingeklemmt wurde der Imbiss später zum Hotdog.

Die Geschichte der antiken Garküchen bis zur McDonald’s-Systemgastronomie zeigt die Veränderungen in der Ernährung einer zunehmend mobilen Gesellschaft.

Da wir uns heute einbilden, immer weniger Zeit zu haben und googeln müssten, wie man ein Spiegelei brät, sind Strassenküchen auch in der westlichen Welt wieder im Trend. Sie stillen unsere Sehnsucht nach exotischen Ferienzielen, wo Street Food immer noch zum Stadtbild gehört wie damals im alten Rom.

Ärger macht den Freiluft-Gastronomen nicht mehr der Kaiser, sondern der Dichtestress im Paragrafen-Dschungel einer regulierungswütigen Bürokratie. Als die thailändische Regierung vor zwei Jahren die Strassenküchen in Bangkok verbot, musste sie bereits am nächsten Tag zurückkrebsen. Denn günstiger Street Food ist für die Bevölkerung Asiens unverzichtbar.

Und Kaiser Domitian? Hatte er Erfolg? Er wurde ermordet, nicht von einer zornigen Strassenköchin, sondern von freigelassenen Sklaven und Gladiatoren. Im Auftrag seiner Ehefrau Domitia Longina, die zu Recht um ihr Leben fürchtete.


© Englisch translation by Adrian McDonalds, KXan36, Dallas, USA


The Emperor Domitian, a paranoid Rambo Roman antiquity, not only led the war against Iranian horse-people, corrupt officials, atheists, lesbian priestesses, and gay senators, but also against the sealing stress in Rome’s streets.

The numerous food stalls difficult one to get Through. It was not the quality of the salted peas and vegetable soups, the drive to nearly the whole population of the street canteens, but the fact that it had under-layer in your small rental apartments have no fire for cooking and firewood was always reserved for the Wealthy. You wanted a hot meal, we had to rely on the privately operated food stalls.

food stalls spread along the trade routes. At large events like the Games in the Circus Maximus or the Olympic Games, the meat kebabs and pies were an indispensable part. During the construction of the Regensburg Cathedral 700 years ago steaming stalls of Sausages-served already “” the construction worker. Between two bread halves, the Snack bar was clamped later to the hot Dog.

The history of ancient food stalls up to the McDonald’s system gastronomy shows the changes in the diet of an increasingly mobile society.

As we imagine today to have less and less time and Google would have to how to fry an Egg, are the street kitchens in the Western world back in the Trend. You are breast-feeding goals, our longing for an exotic holiday, where Street Food is still in the city, like the time in ancient Rome.

Anger makes the free air-restaurateurs no longer the Emperor, but the sealing stress in the paragraph jungle of a regulation-happy bureaucracy.

the Thai government two years ago, the street kitchens in Bangkok ban, she had to cancers already back the next day. For more affordable Street Food for the population of Asia is indispensable.

And the Emperor Domitian? He had success? He was murdered not by an angry street cook, but of freed slaves and gladiators. On behalf of his wife, Domitia Longina, the feared right to your life.