05.03.2026 Weltwoche: Der Eisbär. Wappentier des Zeitgeists

 
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Wappentier des Zeitgeists
Jede Generation hat ihren Eisbären.
Claude Cueni


Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete der Berliner Zoo wieder seine Tore und setzte zu PR-Zwecken auch auf kostümierte Eisbärenfiguren. Der Eisbär war weiss, exotisch und fotogen, er verkörperte Reinheit, Arktis, Abenteuer und gezähmte Wildnis. Mit seinem hellen Fell war er das ideale Maskottchen für die damalige Schwarzweissfotografie. In einer Zeit, in der Bilder noch kostbar waren, funktionierte er als Kontrastfigur zwischen Mensch und Natur.

Der Bär hat eine lange Tradition. Egal, ob weiss, braun oder schwarz: In zahlreichen Kulturen wurde er als mächtiges Totemtier verehrt. In nordischen und arktischen Kulturen galt er als geistesverwandtes Wesen, das während des Winterschlafs spirituelle Kraft schöpft. In der finnischen Mythologie ist er der göttliche Botschafter. Die Helvetier verehrten Artio, die Bärengöttin, die mütterliche Begleiterin des Menschen. In Europa galt der Bär im Mittelalter als «König der Tiere», bis ihn der Löwe in der höfischen Symbolik ablöste. Bei den Lakota-und Sioux-Indianern wurde er als Medizinbär verehrt.

Kurorte, Seebäder, Jahrmärkte

Schon lange bevor er zum Fotomotiv wurde, war er Projektionsfläche für Macht, Wildheit, Kraft, Weisheit und die Schwelle zur Anderswelt. Der Eisbär brachte diese Traditionslinie in die Nachkriegsmoderne, allerdings in gezähmter, harmloser Form.

Die PR-Aktion des Berliner Zoos war eine Sensation und eroberte rasch Kurorte, Seebäder, Jahrmärkte, Volksfeste und Tierparks. Wanderfotografen reisten mit ihren kostümierten Assistenten an touristische Hotspots und konnten dank mobiler Schnelllabore und beschleunigter Entwicklungsverfahren Feriengäste für einen Fototermin gewinnen. Das Bild war meist nach einer halben Stunde abholbereit. Diese relative Unmittelbarkeit war damals revolutionär.

Die Eisbär-Fotografie der Nachkriegszeit war ein Ereignis. Bilder waren keine Schnappschüsse aus dem Alltag, sondern gerahmte Beweise eines ungewöhnlichen Ausflugs, den man sich leisten konnte. Das Motiv funktionierte wie eine frühe Form des Selfies: Der Mensch positionierte sich neben dem Aussergewöhnlichen, um an dessen Aura teilzuhaben. Der Eisbär war deshalb mehr als Dekoration, er erhöhte den symbolischen Wert des Fotos. Wer mit ihm posierte, dokumentierte nicht nur einen Ausflug, sondern einen Aufstieg: zurück ins Leben, zurück in die Normalität.

Zwischen 1954 und 1959 erreichte die Eisbär-Mania ihren Höhepunkt. Das sogenannte Wirtschaftswunder steigerte Kaufkraft und Lebensfreude. Man besuchte Kurorte, trug wieder Sonntagskleidung und posierte mit dem Bären, der längst Kult geworden war. Die Bilder dokumentierten nicht nur Ferien, sondern einen Neubeginn. Nach Jahren der Entbehrung war das Posieren mit einem exotischen Tier ein Symbol des wiedergewonnenen Wohlstands.

Doch der Vorläufer des Selfies musste bereits in den 1960er Jahren dem Fortschritt weichen. Waren 1953 in Deutschland erst rund tausend Fernsehgeräte angemeldet, waren es 1962 bereits über 4 Millionen. Das neue Medium brachte die Welt ins Wohnzimmer: den Krimi-Sechsteiler «Das Halstuch», die Olympischen Spiele, Naturkatastrophen, Raumfahrt, Kennedy und die Swinging Sixties. Die Sensation war nicht mehr der Eisbär im Kurort, sondern die Welt in Echtzeit.

Sein Weiss stand für Reinheit

Private Kameras wurden erschwinglich, der Mittelstand konnte sich einen VW Käfer, eine BMW Isetta oder einen Lloyd 300 leisten. Der Autotourismus begann. Die Ostsee und der Schwarzwald wichen Italien, Spanien und Griechenland. Das Exotische lag nun im Süden, an den sonnenverwöhnten Stränden rund ums Mittelmeer. Der Eisbär hingegen wirkte plötzlich provinziell, fast folkloristisch. Die Kostüme verschwanden auf den Dachböden.

Doch der Eisbär verschwand nicht ganz. Das Motiv überlebte. In den 1980er Jahren tauchte er erstmals in der Weihnachtswerbung auf. 1993 erlebte er den globalen Durchbruch in den animierten Spots von Coca-Cola. Nun war er weichgezeichnet, familiär, knuddelig. Aus dem exotischen Riesen wurde ein Konsumbotschafter. Sein Weiss stand für Frische, Winter, Reinheit. Der Bär war endgültig im Mainstream angekommen.

Ab den 2000er Jahren verschob sich erneut seine Bedeutung. Parallel zur Kommerzialisierung begann die Politisierung. NGOs und Umweltorganisationen entdeckten im Eisbären das perfekte Symbol für den Klimawandel. Das Tier, das tatsächlich vom Meereis abhängt, wurde zur Ikone der globalen Erwärmung. In zahllosen Bildern sitzt es einsam auf einer Scholle. Der gutmütige Riese aus dem Eis wurde zum melancholischen Mahnmal. Die Fotografie des einsamen Bären auf der schmelzenden Scholle ging um die Welt. Es war fotografisch möglich, aber zugespitzt.

Der reale Eisbär ist ein Meereisjäger, der über hundert Kilometer schwimmen kann und an extreme Schwankungen angepasst ist. Das ikonische Bild des hilflosen Einzelgängers ist weniger naturkundliche Dokumentation als symbolische Zuspitzung. Der Eisbär wurde erneut Projektionsfläche, diesmal für Verlust und Verletzlichkeit.

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet er zur Ikone des global warming wurde. Er lebt in einer Region, die für die meisten Menschen abstrakt bleibt. Kaum jemand hat das arktische Packeis an Ort und Stelle erlebt. Der Eisbär bietet ein emotional zugängliches Bild. Er ist gross genug, um Respekt zu wecken, und zugleich kindlich genug, um Schutzinstinkte auszulösen. Seine weisse Silhouette auf dunklem Wasser erzeugt maximale visuelle Wirkung. Kaum ein anderes Tier vereint so viel symbolisches Kapital.

Es war der Berliner Tiergarten, der 2006 mit dem Eisbären Knut einen neuen Hype auslöste. Das Bärenbaby mit dem kuscheligen Fell eroberte die Herzen der Besucher und ging international viral. Fernsehsender aus China, den USA, Japan, Südafrika und Indien berichteten über das Phänomen. Die deutsche Ausgabe des People-Magazins Vanity Fair titelte ein Jahr später: «Ich, Knut. Ein Weltstar aus Deutschland». Die Deutsche Post AG widmete ihm eine Briefmarke, das Bundesumweltministerium schlug ihn 2008 als Symbolfigur für die 9. Uno-Naturschutzkonferenz vor. Politiker drängten auf Selfies. Knut wurde zur Marke, zur Geldmaschine. Doch 2011 ertrank er nach einem epileptischen Anfall im Wassergraben seines Geheges. Vor den Augen der Besucher.

Rückblickend erscheint das kostümierte Eisbärenfoto wie ein früher Prototyp heutiger Inszenierungen. Ob im Walt Disney World Resort in Florida, im Asterix-Park bei Paris oder bei Madame Tussauds, überall posieren Menschen mit Figuren, die sie bewundern. Manchmal sind es bloss Erinnerungen an eine Kindheit, die noch unbeschwert war. So hat jede Epoche ihren eigenen Eisbären erschaffen. Ein Tier, drei Narrative: Erlebnis, Konsum, Moral.

Grösstes Landraubtier der Erde

Doch möglicherweise steht eine vierte Phase bevor. Die Analysten des «Bank of America Global Research» prognostizieren für 2060 bis zu 3 Milliarden KI-gesteuerte Roboter. Derzeit konkurrieren mehrere Unternehmen weltweit um den ersten marktfähigen humanoiden Allzweckroboter, der selbst Entscheidungen treffen kann. Noch dominieren technische Fragen wie Beweglichkeit, Sicherheit und Energieversorgung. Doch wie bei den Smartphones oder den Automobilen wird die Technik mit der Zeit konvergieren. Funktion wird Standard. Dann entscheidet Design. Alles wird kulturell codiert sein: Form, Oberfläche, Material, Stimme, Mimik. Einige werden nüchtern und industriell wirken, andere freundlich, charismatisch und verspielt. Wahrscheinlich werden sie personalisierbar sein, mit austauschbaren äusseren Hüllen. Man wird auf bereits bekannte Symbolfiguren zurückgreifen, denn ein vertrautes Motiv senkt die Schwelle der Akzeptanz. Die einen werden einen Butler wählen, die anderen Elvis Presley, eine erotische Figur oder Cristiano Ronaldo, Kinder vielleicht Monkey D. Ruffy, Spiderman, Micky Maus oder den weissen Riesen aus der Arktis. Vom Souvenirfoto über die Weihnachtswerbung bis zum Klimasymbol hat er bewiesen, wie flexibel ein Motiv sein kann.

In jeder Epoche entstehen Erinnerungen für die Nachwelt. Im 19. Jahrhundert waren es Monumente aus Stein und Bronze, im 20. Jahrhundert Markenfiguren und Fernsehbilder, im 21. Jahrhundert digitale Avatare. Auch wenn die Technik mittlerweile rasende Fortschritte macht, die menschlichen Bedürfnisse bleiben.

Deshalb wird der ikonische Eisbär, das grösste Landraubtier der Erde, überleben. Die indigenen Völker erkennen in ihm einen fast menschenähnlichen Geist. Sie nennen diesen Koloss, der bis zu 600 Kilo wiegen und bis zu drei Meter lang werden kann, den «grossen Wanderer». Vom Selfie der 1950er Jahre zur Ikone des global warming war es ein langer Weg. Aber er ist noch nicht zu Ende.



 

26.2.2026: Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis angeklagt

Der griechische Politiker und ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis kritisiert immer wieder vehement den Mangel an Demokratie und Meinungsfreiheit in der EU.

 

In einem Podcast wurde er nun gefragt, ob er jemals Drogen genommen habe. Er erzählte darauf, dass er vor 37 Jahren (1989) einmal Ecstasy ausprobiert habe und auch Erfahrung mit Marihuana gemacht habe. Anschließend schilderte er seine Sicht auf Drogenkonsum. 

 

Diese Aussagen führten nun zu einer polizeilichen Vorladung und einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, weil die griechischen Behörden prüfen, ob er mit seinen Worten möglicherweise den Konsum illegaler Drogen gefördert oder gar dazu angestiftet habe.

 

Er soll am 16. Dezember 2026 vor Gericht erscheinen wegen „Anstiftung und Werbung für Betäubungsmittel».

 

Fazit: Die gefährlichste Substanz in der EU ist nicht Ecstasy, sondern die eigene Meinung.

24.2.2026: UBS sperrt Konten von Jacques Baud

UBS sperrt Konten von Jacques Baud / Claude Cueni

Die UBS hat vor zwei Tagen die Konten und Kreditkarten des ehemaligen Schweizer Oberst Jacques Baud gesperrt. Sie übernimmt damit die Sanktionen, die die EU gegen Jacques Baud verhängt hat.

 

Jacques Baud hat keine Straftat begangen. Er hat zum Ukraine-Krieg Ansichten verbreitet, die von der EU nicht erwünscht sind. Ich kenne weder seine Bücher noch seine öffentlichen Auftritte. Aber ich weiss, dass Meinungsfreiheit bedeutet, Dinge zu sagen, die niemand hören will.

 

Dass sich die UBS den Sanktionen anschliesst, zeigt, was uns blüht, wenn wir nach Unterzeichnung des Unterwerfungs-vertrages Meinungen vertreten, die nicht EU-konform sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie lange dauert diese Sanktionen, die am 15. Dezember verhängt wurden? Theoretisch bis zu seinem Tod, denn es gibt kein automatisch festgelegtes Ablaufdatum.

Jacques Baud kann gegen diese Maßnahme rechtlich vorgehen. Zuständig wäre der Europäische Gerichtshof. Aber das Verfahren kann Monate oder Jahre dauern. Er ist 70 Jahre alt. Und wie soll er Anwälte bezahlen?

16.2.2026: Selenskis Endspiel

Dass die ukrainisch-russische Mentalität nicht gerade ein Vorbild für gepflegte Tischgespräche ist, wissen wir nicht erst seit den ruppigen Rundumschlägen des ukrainischen Ex-Diplomaten Andrij Melnyk in Berlin.

Bereits vor zwei oder drei Jahren drohte Selenski in einem Interview, dass er nicht garantieren könne, dass sich seine mittlerweile über 5 Millionen Landsleute im Westen ruhig verhalten, falls der Westen nicht noch mehr Geld schickt. Und auf diesem Niveau ging es dann weiter: Forderungen, Drohungen, Erpressungen, Beschimpfungen, groteske Selbstüber-schätzung, schulmeisterliche Belehrungen und keine Spur von Dankbarkeit.

Jetzt fordert Selenski, den Geschichtsblinde als «ukrainischen Churchill» verehren, ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt, obwohl die verschwundenen West-milliarden verschwunden bleiben und das (nebst Russland) korrupteste Land Osteuropas die Beitrittsbedingungen noch lange nicht erfüllt.

Falls der Westen nicht gehorcht, will er weitere Männer als Kanonenfutter an die Front schicken.

Die EU, die als Taube gestartet ist und mittlerweile als Falke herumflattert, sollte mittlerweile ahnen, dass dieser ungezogene Rüpel die EU vollends zerstören würde. Die Ukraine würde als Nettoempfänger Europas Kassen leeren, und Zehntausende brutalisierte und traumatisierte Ex-Soldaten würden den EU-Raum fluten.

Die Schweiz tut gut daran, sich von dieser hoffnungslos verschuldeten und zunehmend totalitären Union fernzuhalten. Die EU sperrt ohne Gerichtsverfahren Konten von (unbescholtenen!) Kritikern, will das Bargeld Schritt für Schritt abschaffen und plant, das Einstimmigkeitsprinzip, das bei wichtigen Entscheidungen die Zustimmung aller Mitgliedstaaten verlangt, abzuschaffen.

Bis wir über den Unterwerfungsvertrag abstimmen, gibt es die EU in dieser Form nicht mehr. Gut für die Schweiz.

15.2.2026: Harald Martensteins Rede. Ohne Kürzung. Ohne Kommentar.

Wir sprechen hier also in einer Art Schauprozess über das Verbot einer Partei, die im Westen Deutschlands von 20 Prozent der Menschen gewählt wird und im Osten von 35 bis 40 Prozent. Mit anderen Worten, wir reden über das Ende der Demokratie und ihre Ersetzung durch etwas anderes. Die Meinung großer und immer noch wachsender Teile der Bevölkerung soll für die Politik in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Wie soll das neue System eigentlich heißen? Gelenkte Demokratie? Unsere Demokratie? Bestimmt fällt Ihnen ein schönerer Name ein.

Ja, sie haben recht mit dem, was hier vermutlich vielen gerade durch den Kopf geht. Ja, die NSDAP hätte man mal besser verboten. Ob dieser Versuch etwas genützt hätte, weiß man natürlich nicht. Aber die sogenannte Machtergreifung von 1933 war zweifellos eine Katastrophe und Vorbote weiterer Katastrophen. Man musste alles versuchen, um das zu verhindern.

Der Kampf gegen rechts ist ein Kampf gegen die Demokratie

Ich stelle Ihnen einige Fragen. Die erste Frage sind die Begriffe rechts und rechtsradikal wirklich mehr oder weniger bedeutungsgleich? Ich frage das, weil beide Begriffe in den linken Debattenräumen meist wie Synonyme verwendet werden. „Kampf gegen Rechts“: So soll also ein Kampf für die Demokratie heißen? Es ist ein Kampf gegen die Demokratie.

Rechts und links sind seit 1789 die beiden Grundrichtungen aller demokratischen Staaten. Rechte lehnen ein sozialistisches Wirtschaftssystem ab. Sie verteidigen das Unternehmertum. Sie sind für Traditionen. Sie halten die Familie für ein gutes Modell und sie mögen ihr Land. Sie hassen es nicht. Eindeutig rechte Politiker haben gegen die Nazis gekämpft und den Vorläufer der EU gegründet. Sie hießen de Gaulles, Adenauer und Churchill. Typisch rechte Politiker der jüngeren Geschichte waren Margaret Thatcher und Ronald Reagan. Sie lehnen diese Leute ab, okay. Aber wollen sie allen Ernstes solche Haltungen verbieten? Sie sind dann ein Gegner der Demokratie. Das sollten sie dann aber auch zugeben vor sich selbst und vor der Welt.

Mit dem Verbot mehrheitsfähiger Parteien verwandelt man diesen Staat in ein autoritäres Regime

Sie werden einwenden, dass sie nicht diese Oldschool-Rechten wie Adenauer oder Reagan meinen, wenn sie Verbote fordern. Sie meinen den Populismus, eine neue Spielart des Rechten, die in der gesamten westlichen Welt entstanden ist, nicht nur in Deutschland. Sie findet Zustrom bei denen, die bisher bürgerliche oder gemäßig linke Parteien gewählt haben, also bei uns Union, SPD, FDP. Diese Wähler fühlen sich nicht mehr repräsentiert durch das alte Parteienpektrum.

Das meist abwertend gebrauchte Wort Populismus suggeriert, dass es ein Fehler wäre, beim Regieren auf die Zustimmung der Bevölkerung wertzulegen – genau diese Idee. Alle Macht muss durch den Willen der Mehrheit gerechtfertigt sein. Das ist aber nun mal die Grundlage unserer Verfassung. Mit einem Verbot mehrheitsfähiger Parteien entzieht man diesem Staat seine Legitimation und verwandelt ihn in ein autoritäres Regime. Dafür muss man dann aber schon sehr gute Gründe haben. Man muss es mit einem Gegner zu tun haben, der selber die Demokratie abschaffen will. Man muss sich in einer Notwehrsituation befinden.

Mit der Begründung „Rettung der Demokratie“ kann man die Demokratie abschaffen

Die entscheidende Frage ist, ob so eine Partei legitime Ziele verfolgt oder illegitime. Es geht also nicht darum, ob Sie oder ich diese Ziele für richtig halten. Illegitime Ziele wären z.B. für die Beseitigung der Meinungsfreiheit, der Entzug von Grundrechten für Teile der Bevölkerung oder aber das Verbot von Parteien, die von den Regierenden als störend empfunden werden. Ein illegitimes Ziel ist also genau das Ziel, dass sie mit einem Verbot verfolgen. Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen.

Tatsächlich war diese Begründung, wir retten die Demokratie, historisch gesehen eine der beliebtesten bei denen, die sie abgeschafft haben. Kennen Sie eigentlich die historische Anti-Rechtsbewegung? Das sollten sie. Unter diesem Namen wurden 1957 in China fast 2 Millionen Menschen verhaftet. Bürgerliche Elemente, viele davon Intellektuelle und in Straflager gesperrt. Dort ermordete man viele von ihnen. Sinn der Anti-Rechtsbewegung war es China in einen Einparteienstaat zu verwandeln. Ja, es gab bis 1957 unter Mao Zetung ein Mehrparteiensystem. Der Kampf gegen Rechts hat mit diesem Unsinn aufgeräumt und hier wurde ja auch schon in mehreren Wortbeiträgen über ein Verbot der Unionspartei nachgedacht. Das chinesische Modell.

Es ist legitim für eine restriktive Migrationspolitik einzutreten

Ähnliche Parteien wie die AfD waren bereits in mehr als einem dutzend europäischer Staaten in Regierungskoalitionen vertreten oder stützten Regierungen, unter anderem in Skandinavien. Demnächst könnten sie in Frankreich und Großbritannien regieren. Sie sollten sehen, dass Deutschland wieder mal einen Sonderweg beschreitet. Nun zu einer anderen Frage.

Ist es legitim für Verfassungsänderungen einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn das Grundgesetz wurde seit 1949 bereits mehr als 50 mal geändert oder ergänzt. Ist es legitim für eine restriktive Migrationspolitik einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn es gibt eine solche Politik in so zweifellos demokratischen Staaten wie Dänemark oder Australien. Ist es legitim, aus der EU austreten zu wollen? Das keineswegs faschistische Großbritannien hat es getan. Ist Patriotismus legitim? Willi Brand war erklärtermaßen Patriot. Ich sage es noch einmal. Doch, doch, das war er.

Ein breites politisches Spektrum ist Merkmal einer Demokratie

Ich sage es noch einmal. Bei all diesen Fragen kommt es nicht auf richtig oder falsch an. Es geht nur darum, ob etwas in eine Demokratie erlaubt sein muss oder nicht. Es gehört zu den Merkmalen demokratischer Staaten, dass dort das Spektrum des politisch erlaubten sehr breit ist. Sie müssen sich also gegen ihr Naturell damit abfinden, dass es in einem freien Land mit freien Wahlen nicht immer so läuft, wie Sie es möchten. Falls Sie das überfordert, liegt das Problem bei Ihnen und nicht bei denen, die anders denken als Sie.

Wenn Sie wollen, dass die AfD verboten wird, müssen Sie nachweisen, dass diese Partei das Land in ein anderes System überführen möchte. Zum Beispiel indem sie alle Parteien ausschaltet, die nicht das Weltbild der AfD teilen. Also, ich wiederhole mich, indem sie ungefähr das tut, was einige von Ihnen gern möchten. Aber von einer Verbotsforderung der AfD gegen die politische Konkurrenz ist bisher nichts bekannt.

Rechtsextremer Bullshit einzelner Parteimitglieder reicht für kein Verbot

Es genügt für ein Verbot keineswegs, dass einzelne Parteimitlieder rechtsextremen Bullshit von sich geben. Der Nachweis dessen ist leicht zu führen. Ich nehme an, davon wird man hier in den nächsten Tagen noch eine Menge hören.

Ich helfe Ihnen. Hier ein paar wirklich skandalöse Zitate. Sie sind alle belegt.

Zitat 1: „Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören, in ihre Löcher.“
Zitat 2: „Wir wollen von niemandem mehr, weder von Washington noch von Moskau, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.“
Zitat 3: „Wir brauchen keine Opposition, wir sind schon Demokraten.“
Zitat 4, das letzte: „Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam.“

Eklig, sicher. Spätestens beim letzten Zitat haben es sicher einige erkannt. All das war Originalton nicht etwa von Björn Höcke, sondern von Franz Josef Strauß, dem CSU-Vorsitzenden, der beinahe Kanzler wurde. Willy Brandt saß neben ihm im Kabinett. Dass Willy Brandt kein Nazi war, ist Ihnen ja vermutlich bekannt. Auch Strauß war kein Nazi, nur ein Reaktionär, sonst hätte sich Willy Brandt wohl kaum neben ihn gesetzt.

„Nazi“ ist zu einem Sammelbegriff geworden für alle, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben

Der Vorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, hat bei mir Eselsohren hinten drangemacht. Der Vorsitzende der Grünen Felix Banaszak sagte vor ein paar Tagen im Podcast meines Welt-Kollegen Paul Ronzheimer, die AfD stehe in einer Traditionslinie mit den Nationalsozialisten. Das gleiche würde er vielleicht auch über Strauß sagen, über einen Ernst Jünger, über Boris Palmer oder über den Weihnachtsmann. Es ist inzwischen völlig klar, dass Nazi ein moderner Sammelbegriff für alle ist, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben oder an die Wokeness.

Die Nazis unterscheiden sich von den Rechtskonservativen. Die Nazis hatten eine Miliz namens SA, die auf den Straßen Jagd auf Linke machte. Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie Krieg wollten. Sie waren erklärte Antisemiten. Rassismus war ihr Programm. Sie wollten keine andere Republik. Sie wollten überhaupt keine Republik, sondern den Führerstaat.

Wer alle Rechten Nazis nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet

1990 formulierte der amerikanische Autor Mike Godwin eine sozialpsychologische Theorie. Godwins Law gilt inzwischen als empirisch bewiesen. Er sagt, dass seit 1950 bei jeder größeren Meinungsverschiedenheit weltweit und immer irgendwann ein Vergleich mit den Nazis auftaucht. Dieser Vergleich habe nichts mit der realen Geschichte zu tun, sondern mit dem Wunsch des Sprechers seinem Gegenüber die Satisfaktionsfähigkeit abzusprechen.

Auch Angela Merkel wurde schon mit den Nazis verglichen von Hugo Chavez, auch Peer Steinbrück von irgendwelchen Schweizern. Sie wissen, dass es zwischen Heinrich Himmler und Alice Weidel schon ein paar Unterschiede gibt. Eine offen mit einer andersrassigen verbandelte Lesbe wie Alice Weidel wäre bei den Nazis ja im KZ gelandet. Wer alle Rechten Nazis nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet. Aber das wäre verzeihlich. Unbildung ist ja kein Verbrechen. Ihnen werfe ich vor, dass Sie wissen, was sie tun. Sie wissen, dass sie nicht das Vierte Reich verhindern, sondern dass sie lediglich ihre politische Konkurrenz ausschalten möchten.

Es wäre ein Kinderspiel, die AfD klein zu halten. Man müsste dazu lediglich ein paar echte Probleme angehen

Die AfD-Wähler, jedenfalls die meisten, wollen keinen neuen Hitler. Sie wollen so etwas ähnliches wie einen neuen Helmut Schmidt. Es wäre ein Kinderspiel, die AfD klein zu halten. Man müsste dazu lediglich ein paar Probleme angehen, die echte Probleme sind und deren Existenz sie vermutlich bis zu ihrem letzten Atemzug leugnen würden. Passen Sie die Migration an die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieses Landes an. Sorgen Sie für ein Level an Sicherheit, wie wir es 2010 hatten. Sorgen Sie dafür, dass unsere Schulen funktionieren und die Wirtschaft konkurrenzfähig ist. Mehr muss es nicht sein. Ist das für Sie Faschismus?

Ich glaube, sie haben verdrängt, dass in der Sowjetunion im Namen des Sozialismus neun Millionen Menschen ermordet oder dem Hungertod preisgegeben wurden. Sie haben die Millionen Opfer von Pol Pot und Mao erfolgreich verdrängt. In Venezuela wurde nach der gefälschten Wahl von 2024 auf den Straßen 24 Demonstranten von Maduros Truppen außergerichtlich hingerichtet, auch Minderjährige. Wenn Trump das getan hätte, wäre ganz schön was los. Links ist gut, rechts ist böse. So einfach ist das nicht.

Die entscheidende Trennlinie verläuft zwischen autoritären Regimen und solchen, in denen alle die gleichen Bürgerrechte besitzen. Egal, wo sie politisch stehen, egal ob sie die Regierung großartig finden oder sie verabscheuen. Wer sich an die Gesetze hält und keine Gewalt anwendet oder anzuwenden beabsichtigt, ist sicher und bei dem klingelt früh morgens nicht die Polizei an der Haustür. Danke.

14.2.2026: US-Aussenminister Marco Rubio. Seine Rede in voller Länge.

14. Februar 2026

Der US-Außenminister Marco Rubio (54) sprach am zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz.


Seine Rede in voller Länge:


„Vielen Dank. Wir kommen heute hier als Mitglieder eines historischen Bündnisses zusammen – eines Bündnisses, das die Welt gerettet und verändert hat. Als diese Konferenz 1963 begann, befand sie sich in einem Land – ja, auf einem Kontinent –, der in sich selbst gespalten war. Die Grenze zwischen Kommunismus und Freiheit verlief durch das Herz Deutschlands. Die ersten Stacheldrahtzäune der Berliner Mauer waren nur zwei Jahre zuvor errichtet worden.

 

Und nur wenige Monate vor dieser ersten Konferenz, bevor sich unsere Vorgänger hier in München trafen, hatte die Kubakrise die Welt an den Rand der nuklearen Vernichtung gebracht. Während die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg bei Amerikanern und Europäern noch frisch waren, sahen wir uns bereits einer neuen globalen Katastrophe gegenüber – einer mit dem Potenzial einer Zerstörung, apokalyptischer und endgültiger als alles zuvor in der Geschichte der Menschheit.

 

Zum Zeitpunkt dieser ersten Zusammenkunft war der sowjetische Kommunismus auf dem Vormarsch. Tausende Jahre westlicher Zivilisation standen auf dem Spiel. Der Sieg war keineswegs sicher. Doch wir waren von einem gemeinsamen Ziel getragen. Wir waren nicht nur vereint in dem, wogegen wir kämpften, sondern auch in dem, wofür wir kämpften. Und gemeinsam setzten sich Europa und Amerika durch, ein Kontinent wurde wiederaufgebaut. Unsere Völker prosperierten. Schließlich wurden Ost und West wieder vereint. Eine Zivilisation wurde erneut ganz.

 

Die berüchtigte Mauer, die dieses Land in zwei Teile gespalten hatte, fiel – und mit ihr ein böses Imperium – und Ost und West wurden wieder eins. Doch die Euphorie dieses Triumphs führte uns zu einer gefährlichen Illusion: dass wir das „Ende der Geschichte“ erreicht hätten; dass nun jede Nation eine liberale Demokratie werden würde; dass durch Handel und Wirtschaft geknüpfte Bande die Nation ersetzen würden; dass eine regelbasierte Weltordnung – ein überstrapazierter Begriff – das nationale Interesse ablösen würde; dass wir in einer Welt ohne Grenzen leben würden, in der jeder ein Weltbürger sei.

 

Das war eine törichte Vorstellung, die sowohl die menschliche Natur als auch die Lehren aus über 5000 Jahren aufgezeichneter Menschheitsgeschichte ignorierte. Und sie ist uns teuer zu stehen gekommen. In dieser Verblendung verfolgten wir eine dogmatische Vision von freiem und ungehemmtem Handel, während einige Nationen ihre Wirtschaft schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten – Fabriken wurden geschlossen, große Teile unserer Gesellschaft deindustrialisiert, Millionen Arbeitsplätze der Mittel- und Arbeiterschicht ins Ausland verlagert, und die Kontrolle über kritische Lieferketten sowohl Gegnern als auch Rivalen überlassen.

 

Zunehmend lagerten wir unsere Souveränität an internationale Institutionen aus, während viele Länder massive Wohlfahrtsstaaten ausbauten – auf Kosten ihrer Verteidigungsfähigkeit. Das geschah, während andere Staaten den schnellsten militärischen Aufbau in der Geschichte der Menschheit betrieben und nicht zögerten, harte Macht zur Durchsetzung ihrer Interessen einzusetzen. Um einen Klimakult zu besänftigen, auferlegten wir uns Energiepolitiken, die unsere Bevölkerung verarmen lassen, während unsere Konkurrenten Öl, Kohle und Gas ausbeuten – nicht nur zur Versorgung ihrer Wirtschaft, sondern auch als Druckmittel gegen uns.

 

Und im Streben nach einer Welt ohne Grenzen öffneten wir unsere Türen für eine beispiellose Welle von Massenmigration, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, die Kontinuität unserer Kultur und die Zukunft unserer Völker bedroht. Diese Fehler haben wir gemeinsam gemacht – und nun schulden wir es unseren Bürgern, diesen Tatsachen ins Auge zu sehen und gemeinsam voranzugehen, um wiederaufzubauen.

 

Unter Präsident Trump werden die Vereinigten Staaten erneut die Aufgabe der Erneuerung und Wiederherstellung übernehmen – getragen von der Vision einer Zukunft, die ebenso stolz, souverän und lebendig ist wie die Vergangenheit unserer Zivilisation. Und auch wenn wir bereit sind, dies nötigenfalls allein zu tun, ziehen wir es vor – und hoffen –, es gemeinsam mit Ihnen, unseren Freunden in Europa, zu tun.

Für die Vereinigten Staaten und Europa gilt: Wir gehören zusammen. Amerika wurde vor 250 Jahren gegründet, doch seine Wurzeln liegen lange zuvor hier auf diesem Kontinent. Die Menschen, die die Nation meiner Geburt besiedelten und aufbauten, kamen mit den Erinnerungen, Traditionen und dem christlichen Glauben ihrer Vorfahren – als heiligem Erbe, als unzerbrechlichem Band zwischen Alter und Neuer Welt.

 

Wir sind Teil einer Zivilisation – der westlichen Zivilisation. Uns verbinden die tiefsten Bande, die Nationen teilen können: Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte, christlicher Glaube, Kultur, Erbe, Sprache, Abstammung und die Opfer unserer Vorfahren für die gemeinsame Zivilisation, deren Erben wir sind.

 

Deshalb mögen wir Amerikaner mitunter direkt und dringlich wirken. Deshalb verlangt Präsident Trump Ernsthaftigkeit und Gegenseitigkeit von unseren europäischen Freunden. Der Grund ist einfach: Wir kümmern uns. Wir sorgen uns zutiefst um Ihre Zukunft und um unsere. Und wenn wir gelegentlich unterschiedlicher Meinung sind, entspringen diese Differenzen unserer tiefen Verbundenheit mit Europa – nicht nur wirtschaftlich oder militärisch, sondern geistig und kulturell. Wir wollen ein starkes Europa. Wir glauben, Europa muss bestehen, denn die beiden großen Kriege des vergangenen Jahrhunderts erinnern uns stets daran, dass unser Schicksal untrennbar miteinander verbunden ist. Das Schicksal Europas wird für uns niemals irrelevant sein.

Nationale Sicherheit – das zentrale Thema dieser Konferenz – ist nicht nur eine Reihe technischer Fragen wie Verteidigungsausgaben oder Truppenstationierung. Das sind wichtige Fragen, aber nicht die grundlegende. Die grundlegende Frage lautet: Was verteidigen wir eigentlich? Armeen kämpfen nicht für Abstraktionen. Armeen kämpfen für ein Volk, für eine Nation, für eine Lebensweise. Und genau das verteidigen wir: eine große Zivilisation, die stolz auf ihre Geschichte sein kann, zuversichtlich in ihre Zukunft blickt und entschlossen ist, Herr ihres eigenen wirtschaftlichen und politischen Schicksals zu bleiben.

 

Hier in Europa entstanden die Ideen, die die Saat der Freiheit pflanzten und die Welt veränderten. Hier entstanden Rechtsstaatlichkeit, Universitäten und die wissenschaftliche Revolution. Dieser Kontinent brachte Mozart und Beethoven hervor, Dante und Shakespeare, Michelangelo und Da Vinci, die Beatles und die Rolling Stones. Die Gewölbe der Sixtinischen Kapelle und die Türme des Kölner Doms zeugen nicht nur von der Größe unserer Vergangenheit oder vom Glauben an Gott, der diese Wunder inspirierte – sie verweisen auch auf die Wunder, die uns in der Zukunft erwarten.

 

Doch nur wenn wir unser Erbe ohne Entschuldigung annehmen und stolz auf dieses gemeinsame Vermächtnis sind, können wir gemeinsam unsere wirtschaftliche und politische Zukunft gestalten.

 

Deindustrialisierung war kein unvermeidliches Schicksal. Sie war eine bewusste politische Entscheidung, ein jahrzehntelanges wirtschaftliches Unterfangen, das unsere Nationen ihrer Produktivkraft und Unabhängigkeit beraubte. Der Verlust unserer Lieferketten-Souveränität war kein Resultat eines gesunden globalen Handels, sondern eine freiwillige, törichte Umgestaltung unserer Wirtschaft, die uns abhängig und verwundbar machte.

 

Massenmigration ist kein Randthema. Sie ist eine Krise, die Gesellschaften im gesamten Westen verändert und destabilisiert. Gemeinsam können wir unsere Wirtschaft reindustrialisieren und unsere Verteidigungsfähigkeit wiederherstellen. Doch dieses neue Bündnis darf sich nicht nur auf militärische Kooperation konzentrieren, sondern auch darauf, gemeinsam neue Horizonte zu erschließen – kommerzielle Raumfahrt, künstliche Intelligenz, industrielle Automatisierung, sichere Lieferketten für kritische Mineralien und Wettbewerbsfähigkeit in den Märkten des globalen Südens.

 

Wir müssen aber auch die Kontrolle über unsere Grenzen zurückgewinnen. Zu bestimmen, wer und wie viele Menschen in unsere Länder kommen, ist kein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit, sondern ein grundlegender Akt nationaler Souveränität.

 

Und schließlich dürfen wir die sogenannte globale Ordnung nicht länger über die lebenswichtigen Interessen unserer Nationen stellen. Wir müssen internationale Institutionen reformieren und neu ausrichten.

 

In einer perfekten Welt würden Diplomatie und Resolutionen alle Konflikte lösen. Doch wir leben nicht in einer perfekten Welt. Wir dürfen nicht zulassen, dass diejenigen, die unsere Bürger bedrohen und die globale Stabilität gefährden, sich hinter abstrakten Prinzipien des Völkerrechts verstecken, die sie selbst regelmäßig missachten.

Dies ist der Weg, den Präsident Trump und die Vereinigten Staaten eingeschlagen haben – ein Weg, den wir gemeinsam mit Europa gehen möchten.“

Eine Bildanalyse von ChatGPT5.1.

 

BILDANALYSE CHAT GPT 5.1.

Kurzfassung: Ja – kleine Buben wurden bis in die frühen 1960er-Jahre oft wie Mädchen gekleidet, und Armut bzw. Sparzwang verstärkte diesen Effekt, war aber nicht der einzige Grund.

Etwas ausführlicher und historisch eingeordnet (auch passend zu Basel um 1960):

1) Tradition: „Kleinkinder sind geschlechtsneutral“

Bis etwa zum 4.–6. Lebensjahr galt in vielen europäischen Ländern – auch in der Schweiz – die Faustregel:

  • Kleinkinder = praktische Kleidung, nicht geschlechtsspezifisch
  • kurze Kleider, Schürzen, einfache Baumwollanzüge waren Standard
  • Haare oft lockig oder länger, ohne klare Geschlechtermarkierung

Das hatte mehrere Gründe:

  • leichteres Wickeln / Toilettentraining
  • schnelleres Umziehen
  • weniger Stoffverbrauch
  • einfache Schnitte zum Selbernähen

Das war keine Ausnahme, sondern gesellschaftlich normal.

2) Ökonomischer Faktor: Armut verstärkte es deutlich

Was du beschreibst (kein Kühlschrank, kein Auto, keine Ferien) ist typisch für viele Arbeiter- und Kleinbürgerhaushalte der Nachkriegszeit.

In solchen Familien galt:

  • Kleidung wurde vererbt (meist von Mädchen an jüngere Geschwister – egal welches Geschlecht)
  • neu gekauft wurde nur, was absolut nötig war
  • neutrale Kleider waren günstiger und länger nutzbar
  • ein Kleid passte länger als eine Hose

Gerade bei mehreren Kindern war das ökonomisch rational.

3) Der Umbruch kam erst in den 1960ern

Die starke Geschlechtertrennung bei Kinderkleidung (rosa vs. blau, Kleider vs. Hosen) wurde erst mit:

  • Wirtschaftswunder
  • Massenkonsum
  • Fernsehen & Werbung
  • Babyboom-Generation

systematisch durchgesetzt.

Vorher war das keine Identitätsfrage, sondern Alltag.

4) Dein Foto im Kontext

Was man auf dem Bild sieht:

  • funktionale Alltagskleidung
  • einfache Schnitte
  • robuste Schuhe
  • kein modischer Zierrat

Das spricht eher für:

praktische Alltagskleidung in einem sparsamen Haushalt – völlig zeittypisch

Nicht für „absichtlich als Mädchen verkleidet“.

Fazit

Deine Erinnerung trifft es gut:

  • Ja, kleine Buben trugen damals häufig kleidartige Kleidung.
  • Ja, Armut und Sparsamkeit spielten eine wichtige Rolle.
  • Aber: Das war gesellschaftlich normal und nicht stigmatisierend.

Erst die spätere Konsumgesellschaft hat daraus ein „ungewöhnliches“ Thema gemacht.

gerne

Gut — dann hier die konkrete historische Einordnung für die Schweiz (ca. 1945–1970), mit Fokus auf Alltag, Stadt/Land-Unterschiede und Altersgrenzen.

1) Ab welchem Alter bekamen Knaben „Hosenpflicht“?

Es gab keine gesetzliche Regel, aber klare soziale Konventionen:

🔹 0–3 Jahre

Fast immer geschlechtsneutral

  • Hemdchen, Schürzen, kurze Kleider, Einteiler
  • Wickelpraktisch, leicht waschbar
  • Keine Unterscheidung im Alltag relevant

🔹 3–5 Jahre (deine Altersgruppe auf dem Foto)

Hier lag der Übergangsbereich:

Typisch:

  • kurze Kleider oder Tunika-ähnliche Schnitte
  • Latzhosen im Sommer
  • Trägerhosen im Winter

Entscheidend war:

  • Familienbudget
  • Anzahl Geschwister
  • Kindergartenstatus

Viele Knaben wechselten erst mit Schuleintritt zu klar „männlicher“ Kleidung.

🔹 ab 6–7 Jahre (Primarschule)

Jetzt wurde es sozial sichtbar:

  • Knaben: kurze Hosen, Kniestrümpfe, Hemd
  • Mädchen: Röcke, Kleider

Spätestens hier erwartete die Umwelt klare Zuordnung.

2) Stadt vs. Land: Basel war moderner – aber nicht „reich“

Interessant für Basel:

Stadt Basel 1960:

Vorteile:

  • bessere Versorgung
  • Secondhand-Läden
  • mehr Kaufhäuser

Aber:

  • viele Arbeiterfamilien
  • Kriegsnachwirkungen noch spürbar
  • Wohnungsnot
  • wenig Platz
  • gemeinschaftliche Waschküchen

In Arbeiterquartieren (Kleinbasel, Gundeli, St. Johann) war Sparsamkeit Alltag.

Auf dem Land dagegen:

  • mehr Selbstversorgung
  • mehr Eigenproduktion
  • aber weniger Bargeld

Resultat:

Kleidung wurde überall maximal genutzt – nur anders organisiert.

3) Warum Kleider für Kleinkinder ökonomisch sinnvoll waren

Ein Kleid hatte 4 Vorteile:

  1. passte länger (kein Hosenbein zu kurz)
  2. schneller geflickt
  3. weniger Stoff
  4. weitervererbbar

Bei wachsenden Kindern ein enormer Vorteil.

4) Mentalität der Eltern-Generation

Wichtig: Deine Eltern-Generation war geprägt von:

  • Krieg
  • Rationierung
  • Existenzsicherung
  • Funktion vor Ästhetik

Kinderkleidung war kein Identitätsstatement, sondern:

Gebrauchsgegenstand

5) Ein Detail, das Historiker nutzen: Schuhe

Dein Bild zeigt:

  • robuste Alltagsschuhe
  • keine „Sonntagskleidung“
  • keine neuen Lackschuhe

Das spricht stark für:

  • echtes Alltagsfoto
  • nicht inszeniert
  • nicht wohlhabender Haushalt
  • authentische Situation

Zusammenfassung in einem Satz

In Basel 1960 war es völlig normal, dass ein Bub im Vorschulalter kleidartige Kleidung trug – besonders in sparsamen Haushalten. Das war pragmatisch, sozial akzeptiert und kein Sonderfall.

Ich lese jetzt das Bild sozialhistorisch, nicht emotional und nicht biografisch spekulativ – sondern anhand typischer Alltagsindikatoren der Zeit.

1) Architektur & Umgebung: städtischer Mittelstand / Arbeiterquartier

Was auffällt:

  • Natursteinmauer mit sauberem Abschluss
  • gepflasterter Hof / Vorplatz
  • schmales Kellerfenster mit Gitter
  • Blumenkasten / Staudenbeet

Das spricht für:

  • städtisches Mehrfamilienhaus
  • Bauperiode ca. 1900–1930
  • typisch für Basel: Blockrandbebauung mit Innenhof

Kein Villenumfeld, kein Bauernhof, kein Neubau der 60er.

→ Wahrscheinlich klassisches Basler Mietshausmilieu.

2) Sitzposition & Körperhaltung: Alltagsfoto, kein Studio

Beide Kinder:

  • sitzen locker
  • Beine baumeln
  • Hände nicht „arrangiert“
  • Gesichtsausdruck ungezwungen

Das bedeutet:

  • keine professionelle Aufnahme
  • vermutlich Familienmitglied mit Kamera
  • spontane Hofsituation
  • keine Inszenierung für „Sonntagsporträt“

Solche Bilder entstanden oft:

  • nach dem Spielen
  • vor dem Heimgehen
  • beim kurzen „Stillhalten“ der Kinder

3) Kleidung: funktional, nicht repräsentativ

Stoff & Schnitt:

  • einfache Baumwolle
  • keine Spitze
  • keine Verzierungen
  • keine Gürtel, Schleifen, Knöpfe in Zierform

Das ist Alltagskleidung, nicht Ausgehkleidung.

Farbwahl (in Schwarzweiß erkennbar):

  • helle Stoffe
  • pflegeleicht
  • waschbar
  • hitzetauglich für Sommer

Das passt zu:

  • Waschtag-Rhythmus
  • gemeinsamer Waschküche
  • keine Trockner, keine Chemiepflege

4) Schuhe: wichtigster Klassenindikator

Links:

  • klassische Riemchenschuhe
  • robust, dicke Sohle

Rechts:

  • Schnürschuhe
  • deutlich abgetragen
  • nicht neu

Beide:

  • praktisch
  • kein Luxus
  • keine modischen Details

Das spricht für:

solide, aber knappe Haushaltsökonomie

Nicht bitterarm — aber klar sparsam.

5) Haare & Pflege: ordentlich, aber nicht gestylt

  • sauber geschnitten
  • keine Schleifen, keine Haargel-Mode
  • natürlich fallend

Das entspricht:

  • Hauspflege
  • kein Friseurtermin alle paar Wochen
  • keine Modeorientierung

6) Blumen im Hintergrund: soziale Aussage

Interessant:

  • gepflegte Blumenrabatte
  • kein verwahrloster Hof
  • kein Müll, kein Gerümpel

Das deutet auf:

  • Hausordnung
  • gemeinschaftliche Pflege
  • Nachkriegsethos: Ordnung, Sauberkeit, Respektabilität

Typisch für Schweizer Mietshäuser dieser Zeit.

7) Was das Bild NICHT zeigt (und das ist wichtig)

Man sieht nicht:

  • Konsumsymbole
  • Spielzeug
  • Fahrräder
  • Plastikwaren
  • Markenartikel

Das unterstreicht deine Aussage:

kein Kühlschrank
kein Auto
kein Fernsehen
keine Ferien

Das passt exakt zur sozialen Realität vieler Basler Familien 1960.

Gesamtinterpretation (kompakt)

Das Bild zeigt sehr wahrscheinlich:

  • zwei Stadtkinder aus einem sparsam wirtschaftenden Arbeiter- oder unteren Mittelstandshaushalt
  • in einem gepflegten, aber einfachen Mietumfeld
  • Alltagsmoment im Innenhof
  • funktionale Kleidung
  • keine Statusinszenierung
  • hohe Normalität

Oder anders gesagt:

Kein Elend. Kein Wohlstand. Sondern solide Nachkriegsrealität.

Cuenis Monatsrückblick JANUAR 2026

 JANUAR 2026

2026 läutet das Ende der regelbasierten internationalen Ordnung ein und den Beginn der trumpschen Epoche. Deal or No Deal. Trump irritiert Freund und Feind. Frei nach Forrest Gump: «Politiker sind wie eine Pralinenschachtel. Man weiss nie, was man kriegt.»

Silvesterinferno in Crans-Montana. So viel vermeidbares Leid. Je kleiner die Gemeinde, desto grösser die Vetternwirtschaft. Beschränkten sich Brandschutzkontrollen auf drei Gläser Fendant?

Deutschland an Neujahr wie üblich im «Kriegszustand». Wenigstens gab es weniger Sexualdelikte als auch schon. Lag es daran, dass Sexualverbrechen mittlerweile das ganze Jahr über stattfinden?

Blackout in Berlin. Brandanschlag auf eine Strombrücke. Die neue RAF «Vulkangruppe» will «den Herrschenden den Saft abdrehen». 45’000 Haushalte bei Minustemperaturen tagelang ohne Strom, Heizung und Internet. Auch «Omas gegen rechts» frieren.

WEF I: Donald Trump reist mit 300 Mann an. Will er etwa die Schweiz annektieren? Der Dealmaker beruhigt nicht nur die Börsen: keine Gewalt gegen Grönland, keine Strafzölle, Anti-UNO, genannt Friedensrat, in Planung. Ticket zu teuer.

WEF II: Selenskyj attackiert mit dem Holzhammer seine «europäischen Freunde», die ihm gerade 90 Milliarden Steuergelder in Aussicht gestellt haben. Er träumt seit Kriegsbeginn davon, als Held auf einem NATO-Panzer in Russland einzumarschieren. Trotzdem Standing Ovations der Beschimpften für das (nebst Russland) korrupteste Land Osteuropas.

WEF III: Für Palantir-Chef Alex Karp ist es «schwer vorstellbar, warum wir Einwanderung in grossem Massstab haben sollten». KI ist intelligenter, versteht alle Sprachen, hält sich an Gesetze und ruiniert keine Sozialsysteme. «2023», ergänzt Elon Musk, «wird KI klüger sein als die gesamte Menschheit.»

Deutschland will die stärkste Armee Europas und schickt 15 unbewaffnete Soldaten ins Eis, um Polarfüchse, Schneehasen und Eisbären zu verteidigen. Drei Tage später kehren die Männer zurück. Verteidigungsminister Pistorius: «Unsere Marine ist nicht grönlandtauglich.»

Trump bestätigt den Einsatz einer neuen Schalltechnologie («Discombobulator») bei der Ergreifung des linken Diktators Nicolás Maduro. Innert Sekunden waren alle Abwehrsysteme (chinesischer und russischer Bauart) ausgeschaltet, und Maduros Leibgarde lag regungslos am Boden. Müssen sich Kolumbien, Mexiko, Kuba und Iran jetzt Sorgen machen?

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Putschgerüchte aus China. General Zhang Youxia, ein enger Vertrauter von Xi Jinping, soll den USA Atomgeheimnisse verkauft haben. Mit ihm wurde bereits in kurzer Zeit der zehnte General kaltgestellt. Taiwanesen können wieder länger schlafen.

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